Lkw-Ziehen in Ringleben: Tonnenschwere Gegner am Seil

Ringleben  21 Kraftpakete aus der ganzen Republik sind bei den Deutschen Meisterschaften im Lkw-Ziehen im Kyffhäuserkreis dabei – auch drei starke Frauen.

Deutsche Meisterschaften im Lkw-Ziehen in Ringleben (Kyffhäuserkreis)

Deutsche Meisterschaften im Lkw-Ziehen in Ringleben (Kyffhäuserkreis)

Foto: Kerstin Fischer

Seil ziehen mit einem Gegner aus Fleisch und Blut? Pah. Aus diesem Stadium sind die Männer und Frauen längst heraus, die am Samstag in Ringleben zum Kräftemessen angetreten sind. Bei ihnen muss am anderen Ende des Seils schon ein tonnenschwerer Gegner stehen. Ohne ihn fängt die Meisterschaft gar nicht erst an.

Das dicke Seil gespannt, die Gesichtszüge verzerrt, setzt sich das Vehikel in Sekunden in Bewegung. Angefeuert von den Zuschauern wird gestemmt und gezogen – Kraftanstrengung bis zum Äußersten. Nun heißt es, den Schwung voll nutzen. Bloß nicht zum Stehen kommen, das ist das Aus. Mehrere Hundert Zuschauer feuern an und ein Fernsehteam aus der Landeshauptstadt ist ebenfalls gekommen und dreht einen Beitrag für das „Thüringen Journal“.

Auch drei Frauen gehören zum Starterfeld

21 Athleten treten am Samstag bei den Deutschen Meisterschaften im Truck Pull (Lkw-Ziehen) in Ringleben an. Wer aber denkt, dass dies eine reine Männerdomäne ist, muss sich eines Besseren belehren lassen. Denn auch drei Frauen gehören zum Starterfeld.

Für alle gibt es jeweils zwei Disziplinen – eine im Sitzen und eine im Laufen mit Geschirr, wobei die Frauen sieben beziehungsweise zwölf Tonnen schwere Lastwagen zu ziehen haben, die Männern einen zwölf Tonnen schweren Bus sowie einen 20-Tonnen-Lkw. Aus allen Teilen der Republik sind die Starter angereist. Die Zuschauer ebenso, wie die vielen unterschiedlichen Kennzeichen an den Autos verraten, die im Gewerbegebiet rund um das Wettkampfgelände abgestellt sind.

Ebenfalls mit im Starterfeld – Alexander Kuppe. Das Kraftpaket aus Esperstedt hat den Wettbewerb zum ersten Mal nach Thüringen geholt und alles organisiert. Auch wenn er sich noch ein paar mehr Zuschauer gewünscht hätte, zeigte er sich am Nachmittag zufrieden: „Es war Schuleinführung, es finden noch anderswo Veranstaltungen statt, manche Leute kommen auch erst an diesem Wochenende aus den Ferien zurück, das geht schon in Ordnung“, lächelt der 33-Jährige.

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