Umstellung auf LED-Beleuchtung ist ein Großprojekt

Greußen.  Abschluss des Ausbaus der Neustadtstraße sowie Umrüstung auf energiesparende Beleuchtung sind 2020 in Greußen geplant

Die Straße Am Kirchplatz in Greußen ist in einem schlechten Zustand und sie soll dieses Jahr in die Kur kommen.

Die Straße Am Kirchplatz in Greußen ist in einem schlechten Zustand und sie soll dieses Jahr in die Kur kommen.

Foto: Christoph Vogel

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Wir befinden uns in der finalen Phase der Haushaltsaufstellung“, sagt René Hartnauer (SPD), Bürgermeister der Stadt Greußen. Dass der Haushalt bislang nicht beschlossen wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass die Zahlen der Schlüsselzuweisungen erst Ende vergangenen Jahres gekommen seien. Bis etwa Mitte Februar, im Rahmen der nächsten Stadtratssitzung sollte dies aber geschehen, informierte das Stadtoberhaupt. Neben einem Verwaltungshaushalt, der die Pflichtaufgaben beinhaltet, soll dann auch ein Vermögenshaushalt, der Mittel für Investitionen bereitstellt, beschlossen werden. Bei letzteren handele es sich um zwei Großprojekte, die in 2020 zum Abschluss gebracht werden sollen. Das betrifft einerseits den grundhaften Ausbau der Neustadtstraße, an dem bereits erste Bauabschnitte abgeschlossen sind. Zum anderen soll in diesem Jahr die Umstellung auf eine energiesparende LED-Beleuchtung in der Stadt Greußen und dem Ortsteil Grüningen erfolgen. Bislang seien für die Straßenbeleuchtung jährlich etwa 55.000 Euro Kosten entstanden. „Nach derzeit vorliegenden Zahlen können wir nach der Umstellung etwa 40.000 Euro einsparen“, erklärte Hartnauer. Es handele sich um eine deutliche Reduzierung der Kosten, hinzu käme nach ökologischen Gesichtspunkten eine erhebliche Kohlendioxid-Einsparung. In einigen Bereichen sei außerdem der Einsatz einer umweltfreundlichen LED Beleuchtung im Amber-Farbton geplant, damit Insekten, Fledermäuse und Vögel keine Irritationen erleiden, erklärt der Bürgermeister. Bei den Gesamtkosten für die Umstellung rechne er inklusive Planungskosten mit rund 450.000 Euro. Davon würden etwa 100.000 Euro über Landes- und Bundesmittel gefördert. Ein Bescheid über etwa 60.000 Euro vom Bund liege schon vor, die Landesmittel stünden in Aussicht, so Hartnauer.
Geplant sei in diesem Jahr zudem die Sanierung der Treppe zum Karlsplatz, die anfallenden Kosten beziffert der Bürgermeister mit etwa 50.000 Euro. Auch hier sei es möglich, Gelder zu beantragen und die Maßnahme mit dem Einsatz von bis zu 80 Prozent Fördermitteln abzudecken. Zumindest die Vorplanung – in Absprache mit anderen Bauträgern wie dem Trink- und Abwasserzweckverband Helbe-Wipper (TAZ) und den Thüringer Energienetzen – soll in diesem Jahr für den Ausbau der Herrenstraße und dem Parkplatz am Waidhof geleistet werden, informierte René Hartnauer über ein weiteres Projekt. Auch die Entwicklung der Landgemeinde „Stadt Greußen“, zu der sich ab 1. Januar 2021 Greußen, Großenehrich und Wolferschwenda, zusammenschließen, wird im Blick behalten – „da gibt es noch viel vor zu arbeiten“, so der Greußener Bürgermeister.
Mittel aus dem Verwaltungshaushalt sollen dieses Jahr unter anderem in die Reparatur von Gehwegen in der Nähe der Thüringer Gemeinschaftsschule sowie er Straße am Kirchplatz fließen. Auch im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, die Hartnauer prinzipiell als gut aufgestellt bezeichnet, sollen zum Beispiel Podeste für eine im vergangenen Jahr erworbene Industriewaschmaschine sowie einen -trockner gebaut werden und die Geräte angeschlossen werden. Aber auch das Greußener Freibad, Jugendhaus und die Bibliothek würden Unterstützung erfahren, um weiterhin verlässliche Angebote gewährleisten zu können.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren