Unfreiwilliger Umzug fordert Leistungsabfall

Sondershausen  Rückblick: Die Männer von Glückauf Sondershausen haben eine schwierige Saison hinter sich. Aus dem Kreis andere Teams außer Voigtstedt doch besser

Martin Jakobi ist einer der konstanten Spieler bei den Herren von Glückauf.

Martin Jakobi ist einer der konstanten Spieler bei den Herren von Glückauf.

Foto: Henning Most

Für die Sondershäuser Keglerinnen und Kegler wurde die Saison 2018/2019 unverhofft zur Rückkehr in die Vergangenheit. Der ohne Ankündigung erfolgte Rauschmiss von den Bahnen im Bowling- und Kegelzentrum zwang die Verantwortlichen zu teilweise unpopulären und auch kurzfristigen Entscheidungen. Dabei ging es nicht um die Frage ob man weitermacht, sondern wie und wo. Nach intensiven Gesprächen, Sondierungen und Überlegungen – Vereinsvorsitzender Steffen Dörre spannte sich da vor die Karre – fiel die Entscheidung zur Rückkehr auf die Anlage in der Güntherstraße am ehemaligen Kalikubhaus. Dank der Unterstützung durch die Stadt und vieler Sponsoren und durch Eigenleistungen selbst gelang es, die notwendigen Arbeiten zur Herstellung einer wettkampftauglichen Sportstätte bis zum angesetzten Saisonstart abzuschließen. Als Manko und Risiko blieb die Tatsache, quasi ohne Training in die Wettkampfsaison einsteigen zu müssen. Die wenigen Trainingsrunden ließen einen deutlichen Leistungsabschwung auf den Heimbahnen.

Abstieg der Männer vorzeitig verhindert

Weiterhin rückgängig war die Zahl der 100-Wurf-Mannschaften und die Sondershäuser Männer kamen wieder in die Staffel mit ausschließlich Zweibahnenanlagen. Als Vorteil konnte man verbuchen, dass man auf die gleichen Mannschaften wie in der letzten Saison traf (nur der KC Schweina/Bad Liebenstein ersetzte den SV Ramsla), dafür beim Gegner aber längere Spielzeiten in Kauf nehmen musste. Auch die Männer waren umzugsbedingt von einem Leistungsabfall betroffen, der verletzungsbedingte Ausfall von zwei Stammspielern war ein weiterer negativer Faktor. Mit insgesamt fünf Mannschaften aus dem Kyffhäuserkreis waren die Voraussetzungen für brisante Kreisduelle gegeben. Die Sondershäuser begannen mit einem Sieg gegen Voigtstedt, dem eine klare Niederlage beim Staffelfavoriten in Günthersleben folgte. Schwache Vorstellungen gab es in den beiden folgenden Heimkämpfen, die aber nur von den Clingenern mit einem Spielverlust bestraft wurden. Auf erfolgreiche Punktejagd gingen die Glückauf-Männer in den folgenden Begegnungen. Die Siege in Martinroda und in Bösleben sowie im Heimspiel gegen die SG Oberheldungen/Heldrungen waren ungefährdet. Die Heimniederlage gegen Reinsdorf und der Punktverlust gegen Schweina/Bad Liebenstein führten jedoch zu einen negativen Abschluss der Hinrunde. Dem neuerlichen Erfolg gegen Voigtstedt folgte eine Niederlagenserie von fünf Spielen, die die Mannschaft in die Nähe der abstiegsbedrohten Zone brachten. Der SV Günthersleben zeigte, dass man auch in Sondershausen zu guten Ergebnissen kommen kann (Bahnrekord 2473 Punkte). Nur wenige Holze fehlten in Petriroda und Clingen zu einem Erfolg. Die Heimniederlage gegen Martinroda war vermeidbar, in Heldrungen unterlag man einem starken Gegner. Mit dem Sieg gegen Bösleben waren die Sondershäuser vorzeitig aller Sorgen ledig. In Reinsdorf betrug die Differenz auch nur sechs Holz zugunsten der Gastgeber. Beim Abschlusserfolg gegen Schweina/Bad Liebenstein wurden zu Hause erstmals die 2400 Punkte überboten.

Fazit: Günthersleben wurde erneut überlegener Staffelsieger, Glückauf hatte von den Mannschaften des Kyffhäuserkreises nur Voigtstedt hinter sich.

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