Unnötig spannend gemacht

Sondershausen  Eintracht Sondershausen gegen Aufsteiger Sonneberg 2:1. Erneuter Gegentreffer ärgert nicht nur Trainer Leifheit

In seiner unnachahmlichen Art machte Milos Gibala (links) das 2:0 für die Sondershäuser.

In seiner unnachahmlichen Art machte Milos Gibala (links) das 2:0 für die Sondershäuser.

Foto: Henning Most

„Für die Moral war das ganz wichtig“, waren die ersten Worte von Enrico Leifheit, Trainer von Eintracht Sondershausen, nach dem 2:1-Sieg über Verbandsliga-Aufsteiger FC Sonneberg. Und doch ärgerte er sich ein wenig. Denn wieder einmal schafften es seine Jungs nicht, die geforderte Leistung über 90 Minuten abzurufen. In der ersten Halbzeit waren die Hausherren klar überlegen. „Da gibt es keine zwei Meinungen, dass wir verdient mit 2:0 geführt haben“, weiß Leifheit. In der Pause appellierte der Fußballlehrer noch mal daran, nun weiter nachzulegen, das dritte und vierte Tor zu machen. „Die Jungs haben mich auch verstanden und wollten das auch. Aber so wirklich geklappt hat das nicht. Woran das liegt, weiß ich noch nicht. Daran arbeiten wir aber hart“, so Leifheit mit seiner Analyse weiter. Denn direkt nach Wiederanpfiff kassierte die Eintracht den Gegentreffer, wie gegen Fahner Höhe.

Sebastian Caspar mit starken Aktionen

Und dann fing das große Zittern an. „Sonneberg hätte dann auch gut und gerne ausgleichen können. Es wurde ein offener Schlagabtausch, den Milos Gibala fast frühzeitig entschieden hätte. Doch sein Tor Mitte der zweiten Halbzeit zählte nicht. Angeblich war er mit einer Fußspitze im Abseits. Im Kölner Fußballkeller wäre das auf alle Falle ein Fall für den Videobeweis gewesen. Gibala handelte sich, weil es nicht wahrhaben wollte, die Gelbe Karte ein. So blieb es bis in die Schlussminuten hinein spannend. Doch es reichte für die Eintracht.

Eine sehr erfreuliche Nachricht war, dass Sebastian Caspar wieder in absoluter Topform zu sein scheint. „Er hat ein gutes Spiel gemacht. Nicht nur wegen seines Tores. Er hat viele Angriffe eingeleitet und diverse Gegenspieler ausgespielt“, ist nicht nur Leifheit froh, den Mister Zuverlässig wieder im Kader zu haben. Das 1:0 in der 17. Minute schoss er selbst. Mit all seiner Erfahrung und seinem Können, zog er aus spitzem Winkel ins lange Eck. Unhaltbar für Sonnebergs Schlussmann.­ Und nur acht Minuten später folgte sein zweiter Geniestreich. Erst zog er ab, der Ball kam zurück zu ihm und er wartete so lange mit dem Spielgerät, bis sich eine kleine Traube um ihn gebildet hatte. Und dann. Dann der Pass zum freistehenden Gibala, der nur noch einschieben musste. Noch vor der Pause hatten die Sondershäuser mehrere Möglichkeiten die Partie frühzeitig zu entscheiden. Aber irgendwie will das diese Saison bisher nicht klappen. Und so hatten die Gäste, die übrigens das Heimrecht tauschten und so die Eintracht nun drei Heimspiele am Stück hat, in der zweiten Halbzeit die gefährliche und allseits bekannte zweite Luft bekommen.

„Die zweite Halbzeit war nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Am Ende ist es noch mal gut gegangen. Für das Punktekonto, für uns und vor allen für die Moral“, so die Schlussworte von Leifheit. Sondershausen steht nun mit drei Siegen und drei Niederlagen auf einem guten sechsten Platz.

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