Unternehmen werben um Auszubildende

Greußen.  Zur dritten Auflage des Aktionstages Schule trifft Wirtschaft haben sich an der TGS Greußen noch mehr regionale Unternehmen beteiligt

Zur dritten Auflage des Aktionstages " Schule trifft Wirtschaft " in der Thüringer Gemeinschaftsschule in Greußen , haben 23 Unternehmen aus der Region dem Kyffhäuserkreis , Nordthüringen und einzelne aus Erfurt , um Auszubildende geworben. Etwa 200 Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 nutzen die Möglichkeit, sich über Ausbildung- und Praktikumsstellen zu informieren. Im Bild: Kerstin Kuhm von der Greußener Firma Peco-Schaum im Gespräch mit Jugendlichen.

Zur dritten Auflage des Aktionstages " Schule trifft Wirtschaft " in der Thüringer Gemeinschaftsschule in Greußen , haben 23 Unternehmen aus der Region dem Kyffhäuserkreis , Nordthüringen und einzelne aus Erfurt , um Auszubildende geworben. Etwa 200 Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 nutzen die Möglichkeit, sich über Ausbildung- und Praktikumsstellen zu informieren. Im Bild: Kerstin Kuhm von der Greußener Firma Peco-Schaum im Gespräch mit Jugendlichen.

Foto: Christoph Vogel

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„Wir als Schule sind daran interessiert, dass unsere Schüler motiviert ihren Abschluss machen und ins Berufsleben einsteigen“, sagt Jürgen Ludwig, Schulleiter der Thüringer Gemeinschaftsschule (TGS) „Friedrich von Hardenberg“ Greußen. Die Bildungseinrichtung hatte am gestrigen Mittwoch in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement Nordthüringen einen Aktionstag „Schule trifft Wirtschaft“ veranstaltet. Die dritte Auflage fand in den Klassenräumen und Fluren des Schulgebäudes Haus 2 statt. 23 Unternehmen aus dem Kyffhäuserkreis, Nordthüringens und auch aus Erfurt, warben hier um junge Menschen, die künftig Ausbildungs- und Praktikumsstellen besetzen sollen. Etwa 200 Schüler der Klassenstufen neun bis zwölf – in kleine Gruppen aufgeteilt – trafen sich mit Vertretern der Firmen zu halbstündigen Speeddatings. Jeder Schüler konnte sich im Vorfeld für drei Unternehmen entscheiden, die seinen Interessen entsprechen, erklärte Ludwig. Als positiv bewertete er, dass im Vergleich zur ersten Auflage diesmal mehr Unternehmen aus der Region Greußen beteiligt waren. „Das Interesse ist gestiegen“, so Ludwig.
Nicolle Linke, Regionalmanagerin Kyffhäuserkreis, kann dem Aktionstag nur Positives abgewinnen. So solle er dazu dienen, Schülern regionale Firmen und deren Ausbildungsberufe näher zu bringen. „Wir wollen ja nicht, dass sie weggehen“, betont Linke. Als einen Vorteil der Aktion „Schule trifft Wirtschaft“, wie sie in Greußen praktiziert wird, nennt sie die Tatsache, dass die Schüler hier den potenziellen Chefs oder Ausbildungsleitern auf Augenhöhe begegnen können. Bei eventuellen Bewerbungsgesprächen in der Zukunft wäre dann schon eine Basis geschaffen. Zudem gäbe es bei der Greußener Veranstaltung die Besonderheit, dass speziell für Abiturienten Unternehmen dabei sind, die duale Studiengänge anbieten. Laut Nicolle Linke wäre so für jeden Bedarf etwas dabei, „es können sich alle angesprochen fühlen“. Präsentiert hat sich unter anderem die Firma Peco-Schaum aus Greußen. Hier wird Polyurethanschaum produziert, der beispielsweise in der Automobilbranche bei Schalthebeln und -knäufen zum Einsatz kommt. Im Bereich Sport und Freizeit bei Sitzen und Griffen für Crosstrainer sowie Weichschaumkissen für Hantelbänke. Am Greußener Standort werden etwa 30 Mitarbeiter beschäftigt. Für den Ausbildungsstart am 1. August nächsten Jahres werden je ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk, Maschinen- und Anlagenführer sowie Industriekaufmann gesucht. Wer hier erfolgreich abschließt, werde auch übernommen, sagt Kerstin Kruhm, Verkaufsleiterin im Unternehmen.
Zwei Industriemechaniker, zwei Mechatroniker, einen Elektroniker und einen Bewerber für ein Duales Studium Bachelor Engineering (TH), Elektro- und Informationstechnik, sucht das Unternehmen Sumitomo Demag mit Niederlassung in Wiehe. Dabei handelt es sich um ein klassisches Maschinenbauunternehmen, in dem Kunststoff-Spritzmaschinen hergestellt werden. „Es ist sehr schwierig, Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagt die Standortpersonalleiterin Katrin Hupel. Einerseits würden nur wenige Bewerbungen im Unternehmen eingehen und davon gebe es einige, die den Anforderungen nicht genügen würden.

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