Volles Haus auch unter einem neuen Dach

Sondershausen.  Thüringer Musikakademie in Sondershausen verschmilzt mit dem Landesmusikrat. Trotzdem sind viele Veranstaltungen im Jubiläumsjahr geplant.

Eckart Lange verliert seinen Posten als Direktor der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, bleibt als Präsident vom Landesmusikrat aber auch zukünftig deren Chef.

Eckart Lange verliert seinen Posten als Direktor der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, bleibt als Präsident vom Landesmusikrat aber auch zukünftig deren Chef.

Foto: Henning Most

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Nach 15 Jahren bekommt die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen ein neues Dach. An den Akademiegebäuden in der Musikstadt wird im Jahr des kleinen Jubiläums dafür aber nicht herumgebaut. Die Akademie wird dem Landesmusikrat Thüringen unterstellt. Damit verliert auch Gründungsdirektor Eckart Lange sein Amt. Als Präsident vom Landesmusikrat bleibt der Musikprofessor aus Weimar aber weiterhin Chef der Bildungs-, Proben- und Auftrittsstätte für Musiker in Sondershausen. „Ich bin nur nicht mehr so regelmäßig in der Stadt wie bisher und gebe auch meinen Arbeitsplatz hier auf“, erklärt Lange selbst. Geräumt hat er den Direktorenposten pro forma bereits zum Jahreswechsel. Die Akademie wird offiziell wahrscheinlich erst im Frühjahr, angepeilt ist April, mit dem Landesmusikrat verschmelzen.

In der Zeit bis dahin und aller Voraussicht nach auch darüber hinaus wird Martina Langenberger die Geschäfte der Landesmusikakademie in Sondershausen führen. Sie stellt auf Nachfrage aber gleich klar, dass Lange vor allem in der musikalischen Ausrichtung der Konzerte und Kursangebote der Akademie werde auch weiterhin den Ton angeben werde. Sie werden sich darum kümmern, dass das längst prallvoll gepackte Jahresprogramm so reibungslos wie immer über die Bühne gehen kann. „Praktisch ändert sich also eigentlich nichts“, schätzt sie ein. Schon bisher war Martina Langenberger als rechte Hand des Direktors fürs Veranstaltungsmanagement in der Akademie zuständig und hielt in Sondershausen die Fäden im Griff.

Beinahe mehr als die bevorstehende Verschmelzung mit dem Landesmusikrat beschäftigt die Akademie-Geschäftsführerin in spe im Augenblick die Vorbereitung auf eine Festveranstaltung zum Jubiläum der Einrichtung. Die soll am 27. Juni noch ins straffe Akademie-Programm eingeflochten werden. Im Zeitraum um diesen Termin finden unter anderem die Meisterkurse statt, mit denen die Landesmusikakademie längst deutschlandweit viel Beachtung erworben habe, wie Lange einschätzt.

Mit dem nur alle zwei Jahre stattfindenden Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ muss die Akademie in ihrem Jubiläumsjahr 2020 noch ein Großereignis über die Bühne bringen ohne sich dabei vom Wandel in den eigenen Strukturen zu sehr beeinträchtigen zu lassen. Mit dem Sondershäuser Verband verhandelt Martina Langenberger nach eigener Schilderung über eine ganze Reihe an Veranstaltungen im gerade begonnenen Jahr. Auch dabei sollte aus ihrer Sicht der geplante Übergang zum Landesmusikrat keinen merklichen Einfluss nehmen. „Sehr viele Stammgäste haben sich für 2020 wieder angekündigt, weil sie die tollen Bedingungen, die wir in Sondershausen für Musiker bieten, gern wieder für eigene Projekte nutzen wollen.“ Auch sie sollen durch die Umstrukturierung innerhalb der Akademie keinerlei Beeinträchtigungen erfahren.

Weil sich auch für die mehr als 20 Mitarbeiter der Landesmusikakademie in Sondershausen in ihrem Arbeitsalltag durch die Neuordnung nichts ändern soll, kann Martina Langenberger für die anstehenden Aufgaben auf ein erfahrenes Team zurückgreifen. Seit Jahren schafft es das Akademie-Personal den Aufwand für durchschnittlich 25.000 Besuchertage pro Jahr so zu bewältigen, dass nahezu alle Gäste zufrieden die Veranstaltungsorte oder das Gästehaus verließen und die meisten schon mehrfach wiederkamen. Mindestens ein Viertel der Belegungen würden mittlerweile sogar von Jahr zu Jahr verlängert, zieht Lange eine positive Bilanz aus seiner Zeit als Gründungsdirektor der Landesmusikakademie in Sondershausen.

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