Weiße Weihnachten im Schlosshof

Sondershausen.  Die Neugestaltung des Weihnachtsmarkts im kommenden Jahr lässt sich Sondershausen rund 200.000 Euro kosten.

Lichterglanz im Schlosshof Sondershausen soll es künftig zum geplanten Weihnachtsmarkt hier geben.

Lichterglanz im Schlosshof Sondershausen soll es künftig zum geplanten Weihnachtsmarkt hier geben.

Foto: Marco Kneise

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In drei Wochen wird Bürgermeister Steffen Grimm den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz eröffnen – ein letztes Mal. Im kommenden Jahr soll das Fest auf dem Schlosshof ausgerichtet werden. An der Idee wird in der Verwaltung schon länger gearbeitet: Im Dezember 2020 soll es so weit sein. Etwas Besonderes soll er werden, auch länger als die bislang vier Tage dauern. Ein thematischer Markt, aber kein Mittelalter-Markt, lautete der Plan. Weiße Schlossweihnacht, so der Titel. Mehr wurde bislang nicht verraten.

Die Kosten für die Neugestaltung sind mit 197.000 Euro beziffert. Bezahlt wird das Fest aus dem Kulturlastenausgleich des Landes. Den erhalten Städte in Thüringen, die überdurchschnittliche Aufwendungen für Kultur tragen. Mit 462.000 Euro rechnet Sondershausen im kommenden Jahr wieder.

Damit soll aber nicht nur der neue Adventszauber vor der Schlosskulisse bezahlt werden. Unterstützt werden soll damit im kommenden Jahr auch die Ausrichtung des Landesschützentages in Sondershausen. Zu dessen 28. Auflage werden im Juni bis zu 15.000 Besucher erwartet. Vor den Schützen ziehen gleich zu Jahresbeginn Tausende Narren durch die Stadt. Einen der letzten Rosenmontagsumzüge in Thüringen richtet die Stadt gemeinsam mit den Sondershäuser Faschingsvereinen aus. Das närrische Treiben mit Bühne, Sicherheitsvorkehrungen und Unterhaltung kostet die Stadt 14.000 Euro.

Im Jahreskalender folgt das Residenzfest. Drei Tage wird rund um Schloss und Markt gefeiert. Somit gehört das Fest mit zum größten der Stadt. Finanziell unterstützt werden aus dem Etat der Kulturverwaltung weiterhin auch Weinfest und Gewerbegebietsfest.

Auch die zahlreichen Sondermärkte, die die Stadt rund ums Jahr veranstaltet, werden mit 6000 Euro unterstützt. Hierzu zählen die beliebten Pflanzenmärkte im Frühjahr und Herbst, der Ostermarkt und Trödelmärkte und die Veranstaltung zum Welttag des Buches.

Weniger groß fällt in diesem Jahr der Etat für die Liszt-Konzerte aus. War Sondershausen in diesem Jahr erstmals Ausrichter der thüringenweiten Liszt-Biennale, wird sich die Stadt im kommenden Jahr wieder auf ausgewählte Konzerte am Liszt-Flügel konzentrieren. Mit dem Ende des Wezel-Jahrs sind für den Sondershäuser Dichter erst einmal keine größeren Aktivitäten vorgesehen. Mit 500 Euro, bedauert deshalb Stadtrat Gerhard Axt (Nubi), werde wieder keine ordentliche Gedenkstätte entstehen. Der fast vergessene Dichter bleibt auch in seiner Heimatstadt unscheinbar.

Neben der geplanten Neugestaltung des Weihnachtsmarktes mussten die Stadträte einer weiteren Veränderung ihre Zustimmung geben. Hatte die Stadt bislang ihre Veranstaltungen in einem Betrieb gewerblicher Art ausgegliedert, werden künftig Einnahmen und Ausgaben des Kulturlastenausgleichs auch im Verwaltungshaushalt der Stadt direkt der Kulturverwaltung zugeordnet. Der Betrieb war bislang Teil des Versorgungsbetriebs der Stadt (VBS). Aus diesem wird er zum Ende des Jahres herausgelöst und beendet. Das beschlossen die Stadträte. Als Grund wurde die Abrechnung mit dem Fördermittelgeber, dem Land angegeben. Die lasse sich so einfacher bewerkstelligen, erläutert Marcus Strunck von der Wirtschaftsförderung der Stadt.

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