Wenn das Gute nahe liegt: Workshop zur Zukunft von Bad Frankenhausen

Kerstin Fischer
Bei einem Kreativ-Workshop diskutierten am Montag im Ratssaal rund dreißig Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Handel sowie Behörden und Berufsverbänden Ideen zur Gewinnung von Arbeitskräften. Im Bild Businesscoach Nico Döring von Focus 247 aus Sömmerda.

Bei einem Kreativ-Workshop diskutierten am Montag im Ratssaal rund dreißig Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Handel sowie Behörden und Berufsverbänden Ideen zur Gewinnung von Arbeitskräften. Im Bild Businesscoach Nico Döring von Focus 247 aus Sömmerda.

Foto: Kerstin Fischer

Bad Frankenhausen.  Bad Frankenhausen nimmt die Herausforderung Arbeitskräftegewinnung an und möchte auch jungen Leuten ein gutes Wohnumfeld bieten.

Neue Herbergen, Expansionspläne im Tourismusbereich – die Millioneninvestitionen von öffentlicher und privater Hand in den nächsten Jahren werden die Kurstadt Bad Frankenhausen kräftig voranbringen, aber auch vor große Herausforderungen stellen. Denn die Vorhaben benötigen Arbeitskräfte, und wie es im Hinblick auf den demografischem Wandel und den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge bald um den Arbeitsmarkt bestellt sein wird, muss man keinem erklären.

Bad Frankenhausen will das Thema nicht aussitzen, sondern nimmt die Herausforderung an. Bei einem Workshop widmeten sich am Montag im Ratssaal rund dreißig Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie, Hotellerie, Handel, Behörden und Berufsverbänden Lösungsansätzen. Mit zwei Schulen am Ort sowie einem lebenswerten Wohnumfeld verfügt die Kurstadt über bestes Potenzial. Jungen Menschen aufzuzeigen, dass sie für ein gutes Leben nicht in die Ferne schweifen müssen, sehen die Beteiligten künftig als eine der Hauptaufgaben.

„Wir wollen verstärkt an die Regelschule gehen, um den Mädchen und Jungen die Chancen in der Heimat aufzuzeigen“, erklärte Bürgermeister Matthias Strejc (SPD), zusammen mit der Kur- und Tourismus GmbH Gastgeber, im Anschluss an die dreistündige Veranstaltung. Ideen wurden etwa zum Thema ÖPNV, Wohnraum oder Familiengründung diskutiert. Denkbar sei ein Fahrdienst nach Heldrungen, um die Erreichbarkeit der Berufsschulen zu erleichtern, berichtete Strejc. Oder kleine, möblierte Wohnungen, die Berufsanfängern zur Verfügung gestellt werden könnten. Kinderbetreuung bis 19 Uhr sowie samstags waren weitere Vorschläge.

Dem ersten Workshop soll nun bald ein zweiter folgen, bei dem die Ergebnisse ausgewertet werden.