Zweiertrupps kontrollieren Geschäfte und Passanten im Kyffhäuserkreis

Kyffhäuserkreis.  Kommunen und Kyffhäuserkreis organisieren regelmäßige Streifen, um die Allgemeinverfügung zum Schutz vor Corona-Virus durchzusetzen.

Marcel Fromm (links) vom Gewerbeamt der Stadt Sondershausen und Ordnungsamtsmitarbeiter Ralf Weißenborn kontrollieren Geschäfte, Restaurants und Imbisse auf Einhaltung der Allgemeinverfügung zum Schutz vor dem Coronavirus. Imbissinhaberin Naila Huseynova (rechts) und Mitarbeiterin Katrin Kutsch haben alles vorschriftsmäßig eingerichtet.

Marcel Fromm (links) vom Gewerbeamt der Stadt Sondershausen und Ordnungsamtsmitarbeiter Ralf Weißenborn kontrollieren Geschäfte, Restaurants und Imbisse auf Einhaltung der Allgemeinverfügung zum Schutz vor dem Coronavirus. Imbissinhaberin Naila Huseynova (rechts) und Mitarbeiterin Katrin Kutsch haben alles vorschriftsmäßig eingerichtet.

Foto: Timo Götz

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Auf Abstand und verschlossene Türen haben Marcel Fromm und Ralf Weißenborn seit Montag ein besonderes Auge. Die beiden Mitarbeiter der Sondershäuser Stadtverwaltung kontrollieren, ob sich Geschäftsleute, Kunden aber auch Passanten in der Stadt an die Einschränkungen halten, die in der jüngsten Allgemeinverfügung zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus ausgesprochen wurden. „Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog“

Kaum notorische Nörgler

Treffen die insgesamt fünf Zweier-Teams, die in Sondershausen von morgens bis abends in Schichten kontrollieren, auf Gruppen von mehr als zwei Personen, weisen sie darauf hin, dass solche Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit nicht mehr erlaubt sind. Unterwegs schauen sie nach, ob Läden, die nicht mehr öffnen dürfen, auch wirklich geschlossen sind. In Restaurants überprüfen die beiden, ob dort wirklich niemand mehr speist, immer nur ein Kunde sich im Raum befindet, um Essen abzuholen und die Mitarbeiter Handschuhe und möglichst Mundschutz tragen. Im Imbiss von Naila Huseynova in Sondershausens Hauptstraße finden Fromm und Weißenborn alle Forderungen perfekt erfüllt.

„Über 90 Prozent der Geschäftsleute, die wir kontrollieren und der Menschen, denen wir unterwegs begegnen, verhalten sich vernünftig und akzeptieren die Einschränkungen“, schätzt Fromm ein. Nur selten müsse bei der Umsetzung noch etwas nachgebessert werden, dann gehe die Streife eben später noch einmal kontrollieren. Ein paar notorische Nörgler gebe es, ganz uneinsichtig habe sich aber noch niemand gezeigt. „Im Ernstfall würden wir auch die Polizei zu Hilfe holen, um die Anordnungen durchzusetzen. Verstöße gegen die Verfügung können als Straftat betrachtet werden“, stellt Weißenborn klar.

Immer auf den Abstand achten

Das bestätigt Heinz-Ulrich Thiele, der Sprecher der Kreisverwaltung, und bezieht sich dabei auch auf die Regeln nach dem Infektionsschutzgesetz. Deren Einhaltung würden jetzt auch fünf Zweiertrupps aus Mitarbeitern der Kreisverwaltung regelmäßig kontrollieren kündigte er an. Diese Streifen würden ihr Augenmerk in erster Linie darauf richten, dass sich im öffentlichen Raum nicht mehr Menschen treffen, als erlaubt. Das sei am Montag auch in einer Telefonkonferenz der Landrätin mit den Bürgermeistern zur Allgemeinverfügung des Kreises abgestimmt worden. Die Einhaltung von Verboten und Beschränkungen, was auch die Schließung von Einrichtungen betrifft, werde künftig das Landratsamt kontrollieren. Es seien jeweils als Team zwei Mitarbeiter der Kreisverwaltung ab Dienstag unterwegs, dazu käme ein Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung, der die genaue Ortskenntnis habe. „Natürlich achten wir in diesen Streifen auch auf die Abstandsregelung. Immer nur zwei Mitarbeiter sollen bei Bedarf gleichzeitig kontrollieren, der Dritte sich etwas zurückziehen.“ Auch beim Gehen sollten die Dreierteams eine lose Kette mit gebotener Distanz bilden.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Frankenhausen hatten, wie Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) sagte, am Wochenende Kontrollen durchgeführt, vor allem an Spielplätzen und in Parkanlagen. Da habe es keine Beanstandungen gegeben, alles sei okay. Bereits am Freitag gab es durch Verwaltungsmitarbeiter Kontrollen zur Einhaltung der Allgemeinverfügung des Kreises über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, da habe man die Schließung von Geschäften und Einrichtungen im Blick gehabt. Auch hier habe es im Großen und Ganzen keine Verstöße gegeben.

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