Zwiebelmarkthändler in Artern weitgehend zufrieden

Artern  Tausende Besucher schieben sich am Wochenende wieder gut gelaunt durch Arterns Innenstadt

Stella aus der Nähe von Bremen und derzeit bei der Oma in Sangerhausen zu Besuch, gehörte mit Mutti und Oma zu den gestrigen Zwiebelmarktbesuchern.

Stella aus der Nähe von Bremen und derzeit bei der Oma in Sangerhausen zu Besuch, gehörte mit Mutti und Oma zu den gestrigen Zwiebelmarktbesuchern.

Foto: Wilhelm Slodczyk

Schlemmen, schauen, kaufen und beim Bühnenprogramm verweilen – das erste Oktoberwochenende ist Geschichte und damit auch der Arterner Zwiebelmarkt.

Nach einem grauen Start am Samstagmorgen bei Nieselwetter, das nichts Gutes ahnen ließ, konnten Händler und Gewerbetreibende am gestrigen Markttag aber dann doch noch ein versöhnliches Fazit ziehen: Wir sind zufrieden, hieß es an vielen Ständen. In warmen Jacken, zum Teil mit Schal und Mütze und sogar dicken Winterstiefeln an den Füßen standen sie hinter ihren Tischen, an denen sich ein Strom an Schau- und Kauflustigen vorüber schob. Am Samstagnachmittag und am Sonntag ließ sich partiell zwar die Sonne blicken. Die Kälte vermochte sie aber nicht zu vertreiben, und so blieben die Temperaturen im einstelligen Bereich mit einem frischen Wind, was vor allem die Verkäufer von Eis und Bowle zu spüren bekamen, die unterbeschäftigt in ihren Wagen und Buden standen.

Langeweile kannten die Heldrunger Zwiebelhändler hingegen nicht. Mit ihren kunstvoll gewickelten Rispen, niedlichen Zwiebelpüppchen, Ladungen voller Zierkürbissen, Gestecken und anderen schicken Herbstdekorationen zogen sie die Blicke der Marktbesucher auf sich und hatten immer etwas über den Verkaufstisch zu reichen oder zu erklären.

Zum Beispiel, was es mit den „Stehzöpfen“ auf sich hat. „Die hat sich mein Sohn Christian einfallen lassen“, erzählt Astrid Zezor vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Reinsdorf, die wieder ihren Stand am Rathaus hatte. „Nicht jeder möchte eine Zwiebelrispe aufhängen. Den Stehzopf kann man hinstellen – und auch irgendwann aufbrauchen“, erzählt die Reinsdorferin, deren ganze Familie beim Zwiebelmarkt mithalf. Ein paar Meter weiter am Stand von Ines Pfau stoßen nicht nur die Rispen auf Interesse der gut gelaunten Besucher, sondern auch das frische Gemüse, auf das Stammkunden schon warten.

„Schön, dass die Stände diesmal etwas sortiert und die Zwiebelhändler näher zusammengerückt sind“, findet die Heldrungerin. Schade sei allerdings gewesen, dass für den krankheits-bedingten Ausfall einer Band kein Ersatz aufgetreten sei, bedauert Ines Pfau, die in Hörweite der Bühne verkaufte. „Da war die Stimmung einfach weg.“

Gestern war sie aber wieder da. Eine Kapelle spielte und später dann die „Diamonds“.

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