Anna-Amalia-Schule in Weimar sammelt Klimakindermeilen

Weimar  Stadt und Stadtwerke belohnen Projektwoche der freien Ganztagsschule zum Klimaschutz mit einem Hochbeet

In  ihrer Projektwoche sammelten Weimars Anna-Amalia-Schüler Klimakindermeilen ein – und zur Belohnung gab es ein neues Hochbeet für den Garten.

In  ihrer Projektwoche sammelten Weimars Anna-Amalia-Schüler Klimakindermeilen ein – und zur Belohnung gab es ein neues Hochbeet für den Garten.

Foto: Jens Lehnert

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Auf die Frage, was sie selbst täglich für den Klimaschutz tun können, haben die Kinder an Weimars freier Ganztagsgrundschule „Anna Amalia“ seit dieser Woche einige Argumente mehr parat – und wollen diese auch leben. Von Dienstag an bis zum gestrigen Freitag widmeten sie sich in Projekttagen an der Tiefurter Allee dem schonenden Umgang mit ihrer Umwelt.

Die Anregung dazu gaben Eltern, die in der neuen Weimarer Bürgerinitiative „Klimaschützen jetzt“ organisiert sind und das Thema auch an der Schule umgesetzt wissen wollten. Sie wendeten sich ans Hort-Team der „Anna Amalia“, planten zusammen eine Projektwoche und holten sich hierfür auch Unterstützer ins Boot: etwa den Klimaschutz-Beauftragten der Stadt Weimar, Tobias Keppler, die Stadtwerke als Förderer, auch Fachleute vom Thüringer Ökoherz, von der AG Nachhaltigkeit Erfurt und von der Naturfreunde-Jugend Thüringen. Von der Klimaschutzstation, die in der Jugendherberge „Am Ettersberg“ beheimatet ist, erhielt die Schule zudem einen Klima-Koffer, mit dessen Inhalt die Kinder zum Thema spielen und experimentieren konnten.

Den roten Faden zur Woche holten sich die Initiatoren via Internet vom Projekt „Klimabildungplus“ des Fördervereins Natur-Gut Ophoven aus Nordrhein-Westfalen. Nach diesem Vorbild begaben sich die Weimarer Grundschüler auf die Jagd nach Klimakindermeilen. Diese Klimapunkte wurden vor allem für drei große Themenbereiche vergeben: für Mobilität, die aufs Auto verzichtet, fürs Energiesparen und für die gesunde Ernährung – am besten mit saisonalen Bio-Produkten aus der Region. Wer also vor dem Weg zur Schule den Fernsehstecker zog, um den stromfressenden Standby-Modus zu umgehen, sich für die Pause ein paar Thüringer Äpfel einpackte und sich dann aufs Fahrrad schwang, hatte gute Chancen, das Klimameilen-Konto ordentlich zu füttern.

Das Vorhaben fruchtete augenscheinlich. Allein der Fahrradständer auf dem Schulgelände war in dieser Woche so gut genutzt wie lange nicht mehr. Und das selbst gekochte Essen der Schüler schmeckte ebenfalls.

Als Belohnung für so viele nachhaltige Ideen stifteten die Stadt und die Stadtwerke der Anna-Amalia-Schule ein Hochbeet für ihren Garten.

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