Auch Eltern bleiben in Weimar ein Problem bei Schulwegüberwachung

Weimar  Die Polizei-Inspektion Weimar achtet zum Schuljahresbeginn vor allem auf die Straßen vor den Grundschulen

Zum Schuljahresanfang steht die Semistation (Panzerblitzer) in Weimar an der Fürnbergschule, am Mittwoch an der Parkgrundschule.

Zum Schuljahresanfang steht die Semistation (Panzerblitzer) in Weimar an der Fürnbergschule, am Mittwoch an der Parkgrundschule.

Foto: Michael Baar

Zum Beginn des neuen Schuljahres hat die Polizei-In­spektion Weimar mit erhöhtem Personaleinsatz den Verkehr an den Grundschulen in Stadt und Landkreis überwacht. Man wolle damit vor allem für die jüngsten Schüler den Schulweg sicherer gestalten, teilte die Inspektion dazu mit.

Am Montag wurden die Schulwege an den Weimarer Grundschulen Pestalozzi, Albert Schweitzer, Lucas Cranach, Johannes Falk, Luis Fürnberg und Jenaplan überwacht. Im Landkreis hatten Beamte Schulwege in Berlstedt, Isseroda, Kranichfeld, Bad Berka und Blankenhain im Blick.

Die zeitweilig verstärkten Kontrollen sollen alle Verkehrsteilnehmer für die Schulwegsicherheit nach Ferienende sensibilisieren. Doch zeigte sich auch diesmal wieder, dass im Umfeld der Grundschulen besonders Eltern zur Ordnung gerufen werden müssen. Beobachtung der Polizeibeamten: „Sobald eine umgeworfene Tasse Milch beim Frühstück das morgendliche Zeitmanagement durcheinander bringt, haben gerade diese Eltern es besonders eilig, ihren Nachwuchs zur Schule zu bringen und im Anschluss zum Arbeitsplatz zu kommen.“

In Zusammenarbeit mit dem städtischen Ordnungsdienst sind am ersten Schultag allerdings nicht allein Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt worden. Vielmehr sei es nicht selten „zu unorthodoxen Park- und Haltemanövern direkt am Eingang der Schulen“ gekommen. Alle Jahre wieder gehört dazu besonders der Schulkomplex der beiden Pestalozzischulen in Weimar.

Gerade das Parken vor den Schulen gefährdet jedoch die eigenen und andere Kinder und behindert den Busverkehr. Die Kinder sind gezwungen, sich den Weg durch die haltenden Pkw zu bahnen. Und sie können von anderen Fahrzeugführern nicht oder schlecht gesehen werden. Man habe aber auch die Schüler selbst auf richtiges Verhalten hingewiesen, wenn das erforderlich war, so die Mitteilung aus der Inspektion.

Nach Polizeiangaben haben die Beamten vor allem geredet, informiert, belehrt und mündlich verwarnt. In fünf Fällen mussten allerdings Verwarngelder erhoben werden. Das geschah dort, wo die Fahrzeugführer keine Einsicht zeigten und beispielsweise von einem Parkverbot ins andere fuhren, oder wo sich lange Zeit gar kein Fahrzeugführer am Pkw sehen ließ.

Die Polizei Weimar hat nach der Auswertung am Nachmittag an alle appelliert, gerade zum Schuljahresbeginn an die Sicherheit der Kinder zu denken. Diese solle nicht nur während der verstärkten Kontrollen im Mittelpunkt stehen.

Zu den Kommentaren