Bad Berkaer Karnevalisten bewachen diesmal den Schlüssel

Bad Berka.  Die Bad Berkaer Narren stellen zum Auftakt der Faschingssaison traditionell ihr neues Prinzenpaar vor.

Cindy I. und Robert I. bekamen vom Bad Berkaer Bürgermeister Michael Jahn symbolisch den Rathaus-Schlüssel überreicht und regieren nun bis zum Aschermittwoch über die Kurstadt.

Cindy I. und Robert I. bekamen vom Bad Berkaer Bürgermeister Michael Jahn symbolisch den Rathaus-Schlüssel überreicht und regieren nun bis zum Aschermittwoch über die Kurstadt.

Foto: Michael Grübner

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Mit einer ohrenbetäubenden Detonation der Konfettikanone begann am Montag in der Kurstadt die Fünfte Jahreszeit. Der Berksche Carneval-Verein (BCV) hielt seine Traditionen hoch: Er stellte sein neues Prinzenpaar vor und gab mit mehreren Tanzauftritten sowie Büttenreden einen ersten Vorgeschmack auf das Programm seiner Festsitzung im Februar.

Cindy I. und Robert I. – das sind die Namen der neuen Hoheiten. Die 25-jährige Cindy Pfotenhauer, im bürgerlichen Leben Einzelhandelskauffrau bei Lidl, tanzt schon seit rund zwei Jahrzehnten für den BCV. „Faschingsprinzessin wollte ich schon immer sein“, sagt sie. In diesem Jahr gelang es ihr, ihren Lebensgefährten Robert von der Idee zu überzeugen. Der 30-Jährige stammt aus Tannroda und arbeitet als Baugeräteführer. „Jetzt musste er seinen Bagger mal stehen lassen“, frotzelte die BCV-Vizepräsidentin Petra Unbehaun. Sie fungierte stellvertretend als Zeremonienmeisterin: Frank Queißer, der Vereinschef, arbeitet als Fernfahrer und wünschte per Handy aus Wien gutes Gelingen.

Bevor er dem Prinzenpaar den symbolischen Rathaus-Schlüssel überreichte, nutzte der Bad Berkaer Bürgermeister Michael Jahn die Gelegenheit, in einer gereimten Ansprache einen Blick voraus zu werfen. Er erwähnte die bevorstehenden Bauarbeiten an Bahnübergängen, die die Zufahrt zur Zentralklinik betreffen, den MDR-Sommernachtsball oder die Stationierung eines Kontaktbereichsbeamten in der Kurstadt.

Auf den Schlüssel passte der BCV diesmal besonders gut auf. Die befreundeten Kirmesburschen aus Rittersdorf nämlich, auch diesmal wieder mit leuchtendgelben Hüten und Trommeln präsent, hatten vor genau einem Jahr einen unbeobachteten Moment genutzt und das Schließwerkzeug „entführt“. Mit einer kleinen Geldzuwendung durften die Berkschen es wenige Stunden später am Abend zum Rittersdorfer Kirmestanz wieder auslösen.

Davon, dass die Proben für das Bühnenprogramm beim BCV schon seit Schuljahresbeginn laufen, bekamen die zahlreichen Neugierigen auf dem Markt einen ersten Eindruck. Das Damenballett probt zwei Mal wöchentlich, weil es mit Garde und Showtanz zweigleisig fährt, alle anderen ein Mal – alle übrigens im Sportlerheim des Ilmtal-Stadions. Nina Halschka aus der älteren der beiden Kindertanzgruppen musste gestern noch etwas traurig zuschauen: Sie brach sich im September beim Spielen mit dem Hund einen Fuß und steigt erst in diesen Tagen allmählich wieder ins Training ein. Zur Festsitzung steht sie aber in jedem Fall wieder auf der Bühne.

Der Blankenhainer Wolfgang Oschatz, vor einigen Jahren nach längerer Pause für den BCV „reaktiviert“, zog als Till Eulenspiegel vom Rathaus-Balkon herab ordentlich gegen die politische Klein- und Großwetterlage vom Leder. Katrin Lambert hat die bekannten Grimmschen Märchen als Leitmotiv ihrer Büttenrede gewählt. Beide werden am 22. Februar im Saal des Zeughauses ihre großen Auftritte haben. Die Festsitzung startet 20.11 Uhr, das Programm dauert zweieinhalb Stunden. Der Vorverkauf für die 250 Zuschauerplätze startet im Januar. Außerdem lädt der BCV am 15. Februar zum Kinderfasching sowie am 20. Februar zum Weiberfasching – Letzterer verzichtet im Programm auf Kindergruppen und Büttenreden.

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