Blitzschlag legt Sendeanlage auf dem Ettersberg lahm

Weimar.  Sturmschäden in der Region hielten sich in Grenzen. Der Südkreis war diesmal besonders betroffen.

Der Sturm hat auf dem Stausee Hohenfelden alle Hütten vom Bootssteg gefegt.

Der Sturm hat auf dem Stausee Hohenfelden alle Hütten vom Bootssteg gefegt.

Foto: Bernd Rödger

Sie pustete und zerrte. Die stürmische „Sabine“ hat Weimar auch Montag heftig zugesetzt. Die Schäden im Stadtgebiet hielten sich im Vergleich zu den Befürchtungen allerdings in Grenzen. Die größten Auswirkungen hatte ein Blitzschlag auf dem Ettersberg, der in der ganzen Stadt zu hören und zu spüren war. Der Blitz schlug gegen 12.30 Uhr offenbar in der Nähe der Funkanlage für das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T2) ein. TV-Haushalte in Weimar und Umgebung, die diesen Übertragungsweg nutzen, hatten bis in den Nachmittag kein Fernsehsignal.

An der nahe gelegenen Trafo-Station sorgte die Technik für eine automatische Sicherheitsabschaltung. Die Gedenkstätte und die etwa 20 Privathaushalte auf dem Ettersberg waren daraufhin von der Stromversorgung abgeschnitten. Diese konnte bis 14.48 Uhr wieder hergestellt werden, teilte die ENWG Energienetze Weimar GmbH mit.

Zeitweilig gesperrt war in Weimar der Sophienstiftsplatz. Astbruch gefährdete an der Einmündung zur Gropiusstraße Passanten und Fahrzeugverkehr, sodass die Feuerwehr helfen musste.

Die größten Auswirkungen hatte der Sturm im Südkreis. Immer wieder mussten Feuerwehren seit Sonntagabend ausrücken, weil der Sturm Bäume auf Straßen stürzen ließ. Zu Beginn war es den Feuerwehren noch möglich, die Strecken wieder zu beräumen. Später am Abend, mit zunehmender Windstärke, war die Gefahr für die Einsatzkräfte zu groß, sodass die Beräumung unterbrochen wurde.

Ihre Spuren hat „Sabine“ auch am Stausee Hohenfelden hinterlassen. Alle seit der Weihnachtszeit auf dem Bootssteg stehenden Holzhütten hat der Sturm zertrümmert und ins Wasser geweht. Selbst Montagmorgen war es dort noch stürmisch. „Selten habe ich den Stausee so böse erlebt“, berichtet unser freier Mitarbeiter Bernd Rödger.

Hilfe aus Apolda kam Montagnachmittag nach Großschwabhausen. An der großen Halle zwischen Groß- und Kleinschwabhausen zerrte der Sturm heftig an Dach und Verkleidung. Mit Hilfe der Drehleiter wurden lose Teile beseitigt bzw. befestigt.