„Burger King“ in Weimar ist eröffnet

Weimar  Im Süden des Landfriedes in Weimar hat am Mittwoch ein „Burger King“ eröffnet. Bald sollen auf der Brachfläche auch Wohnungen folgen.

Das Schnellrestaurant besetzt die südwestliche Spitze der abgerissenen Landfried-Siedlung.

Das Schnellrestaurant besetzt die südwestliche Spitze der abgerissenen Landfried-Siedlung.

Foto: Michael Baar

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Es dauerte nur wenige Minuten, dann war der Parkplatz schon gut gefüllt. Dort, wo Kromsdorfer und Buttelstedter Straße aufeinander treffen, ist am Mittwoch der viel diskutierte „Burger King“ eröffnet worden. Das Fast-Food-Restaurant entstand in nur 13 Wochen Bauzeit. „Unsere Regelbauzeit“, betonte Michael Herzog, Geschäftsführer der Firma Z-Bau aus Empfertshausen.

Betreiber und Franchisenehmer ist Bernd Leinemann mit seinen Firmen BL Restaurant Management GmbH bzw. Quick Service Restaurants. „Thüringen ist mein Expansionsgebiet“, sagt der Unternehmer aus der Nähe von Göttingen. Die Weimarer Filiale ist bereits sein 21. „Burger King“. Als Restaurantleiterin vor Ort trägt Claudia Rohr die Verantwortung. Insgesamt 35 Mitarbeiter halten das Restaurant in drei Schichten für 14 bzw. 15 Stunden am Tag offen, freitags und samstags bis Mitternacht.

Investor für den Bau ist die Firma Saller-Bau. Sie hatte das Grundstück bereits 2007 von der Weimarer Wohnstätte erworben. Seit 2017 wurde am Projekt „Burger King“ gearbeitet, sagt Saller-Projekt-Entwick­ler Andreas Barth. Bau und Gestaltung folgten dabei dem gültigen Design der amerikanischen Marke und nehmen nostalgische Anleihen in den 1950er-Jahren der Firmengeschichte.

Für Diskussionsstoff sorgte der Bau bei seiner Ankündigung, weil der Verkauf des Grundstücks öffentlich nicht bekannt war. Das Landfried-Areal gehört dem städtischen Wohnungsunternehmen und ist mittelfristig zur Wohnbebauung vorgesehen. „Diese Pläne bestehen auch weiterhin“, bestätigte Udo Carstens, der Geschäftsführer der Weimarer Wohnstätte. In den kommenden zwei bis drei Jahren hätten bei der Wohnstätte zwar andere Wohnungsbau-Projekte (an der Sackpfeife) Vorrang. Für den Landfried stehe aber bereits fest, dass man die Reihenhaus-Bebauung fortführen wolle.

Bis zur einstigen Querstraße durch das sogenannte „Blechbüchsenviertel“ soll die Bebauung in etwas veränderter Form so fortgesetzt werden, wie sie an der südlichen Karl-Borchert-Straße begonnen wurde. Dabei sei eine weitere Häuserzeile entlang der inzwischen zugewachsenen Landfried-Straße vorgesehen. Diese Grundstücke werden an die bis dahin begrünte Lärmschutzwand des Burger-King-Areals grenzen. Im nördlichen Teil des Landfried-Viertels will die Weimarer Wohnstätte ein geschlossenes Wohnquartier errichten, das nach Norden hin die Höhe der Bauten im Märchenviertel erreicht und mehrere Geschosse hat. Im Innenbereich dieses Quartiers sind begrünte Höfe vorgesehen.

Die Landfried-Siedlung war ab 1919 in zwei Abschnitten mit einfachen Notwohnungen bebaut worden, die ursprünglich nur 20 Jahre stehen sollten. Sie wurden ab 2006 wegen zu hoher Sanierungskosten abgerissen. Eine Ahnung von der einstigen Außenansicht gibt ein Gebäude an der Buttelstedter Straße, das von der Wohnstätte vor knapp 20 Jahren errichtet wurde, im Hausinneren aber einen anderen Aufbau hat.

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