Corona trifft den Weimarer Sport

Weimar.  Die Vereine im Stadtsportbund Weimar verloren 778 Mitglieder.

Sportler über 60, wie hier die Teilnehmer an einem Prellballturnier, hielten ihren Vereinen am deutlichsten die Treue.

Sportler über 60, wie hier die Teilnehmer an einem Prellballturnier, hielten ihren Vereinen am deutlichsten die Treue.

Foto: Maik Schuck

Die Corona-Pandemie und das monatelange Aus für den Sportbetrieb haben deutliche Konsequenzen für die Weimarer Sportvereine. Das hat die Mitgliederbestandserhebung des Landessportbundes Thüringen zählbar zutage gefördert. Der Stadtsportbund Weimar und seine Mitgliedsvereine verloren im vergangenen Jahr 778 Sportlerinnen und Sportler.

Besonders schwer getroffen hat es einen Verein, der sich hauptsächlich in Freizeiten und Projekten sportlich betätigt, teilte der Stadtsportbund mit: Er hat 387 seiner Mitglieder verloren. Statt die 12.000-Mitglieder-Marke zu reißen, zählen Weimars Sportvereine nach der aktuellen Bestandserhebung noch 11.116 Mitglieder in 59 Sportarten.

Der Großteil des Rückgangs konzentriere sich auf die Jüngsten, bedauert Sportkoordinator Stefan Engelhardt: Im Alter von 0 bis 14 Jahren habe es erwartungsgemäß die meisten Vereinsaustritte gegeben. Diese 241 Abmeldungen konnten nicht durch Neuaufnahmen kompensiert werden. Als besonders treu erwiesen sich dagegen die 479 Männer im Alter von 61 bis 70 Jahren. In ihrer Altersgruppe gab es keine Veränderung zum Vorjahr. Immerhin einen Mitgliederzuwachs von 21 Mitgliedern konnten Weimarer Sportvereine dagegen bei den Frauen und Männern im Alter zwischen 19 bis 26 Jahren verzeichnen.