Coronavirus-Vorbeugung: Tag der Karnevalisten in Apolda abgesagt

Apolda.  Die Vereinsbrauerei Apolda und der Faschingsregionalverein (FRA) sagen ihre Gala-Veranstaltung mit 1500 Beteiligten als Maßnahme gegen das Coronavirus ab.

Archivaufnahme vom Tag der Karnevalisten 2014 in der Festhalle der Vereinsbrauerei Apolda.

Archivaufnahme vom Tag der Karnevalisten 2014 in der Festhalle der Vereinsbrauerei Apolda.

Foto: Sascha Margon

Während immer mehr Großereignisse und publikumsstarke Messen in Deutschland aus Sorge vor der Verbreitung des Corona-Virus abgesagt werden – zuletzt traf es bekanntermaßen auch die Buchmesse in Leipzig –, werden auch im kleineren Rahmen Veranstaltungen abgesagt. In Apolda betrifft das aktuell nicht nur Seminare im kleinen Teilnehmerkreis in Tagungsräumen, sondern nun auch den Tag der Karnevalisten, bei dem am 28. März etwa 1500 Beteiligte erwartet werden.

In einer Mitteilung vom Mittwochnachmittag, teilt die Vereinsbrauerei Apolda mit, dass sich das Unternehmen zu diesem Schritt auf Grund der aktuellen Situation gezwungen sehe. „Als Gastgeber des Tags der Karnevalisten steht die Sicherheit und Gesundheit aller Gäste, Mitarbeiter und Verantwortlichen im Vordergrund“, heißt es.

Tag der Karnevalisten in Apolda könnte um den 11.11. herum nachgeholt werden

„Weiterhin ist die Gefahr einer spontanen Absage von öffentlicher Stelle sehr hoch, da aktuell täglich neue Verdachts- und bestätigte Coronafälle gemeldet werden.“ Dies mache besonders die Planung aller Teilnehmer und Verantwortlichen „schwierig bis unmöglich“. Die Vereinsbrauerei bedauere die Absage des Tags der Karnevalisten sehr und hat einen Nachholtermin angeregt – aktuell wohl im Zeitraum um den 11.11. herum.

Der Vorstand des Faschingsregionalvereins Apolda (FRA) trage die Entscheidung mit und werde alle erdenklichen Schritte unternehmen, um die angedachte Ersatzveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Apoldaer Brauerei möglich zu machen und zum Erfolg zu führen. Verein und Braukonzern wollten gegenwärtig jedoch nicht zu einer Verschärfung der Gefährdungslage beitragen.

„Der Entschluss wurde heute einstimmig gefällt. Der Impuls für diese Maßnahme ging von der Vereinsbrauerei aus“, erklärt Thomas Macher, Zugmeister vom FRA am Mittwoch auf Anfrage dieser Zeitung. „Ende März hätten wir Leute aus ganz Thüringen bei uns – auch aus Gebieten, in denen bereits Vorfälle gemeldet worden sind. Es gab nur eine vernünftige Antwort.“