„Demokratisch oder gar nicht“

Weimar.  Linken-Politikerin Lena Saniye Güngör erinnert in ihrer Ansprache zum Luxemburg-Liebknecht-Gedenken in Schöndorf an Thesen der beiden Sozialisten.

Wie in jedem Januar gedachten einige Weimarer auch an diesem Sonntag der ermordeten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Wie in jedem Januar gedachten einige Weimarer auch an diesem Sonntag der ermordeten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Foto: Peter Hansen

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Auch zum 101. Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zeigten Weimarer ihre Verbundenheit mit den am 15. Januar 1919 ermordeten Sozialisten. Der Kreisverband Apolda-Weimar der Linkspartei hatte am Sonntagvormittag auf den Rosa-Luxemburg-Platz in Schöndorf geladen, wo eine Gedenkstele an die beiden Märtyrer erinnert, die in den Wirren nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin zum Opfer von Freikorps-Soldaten wurden.

„Es braucht mehr als Gewehre, um eine aufrechte Sozialistin zu töten“, sagte Lena Saniye Güngör in ihrer Gedenkrede. Die Linken-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen ergänzte: „Sie lebt genau hier, in den Köpfen und Herzen derjenigen Menschen, die sich an sie erinnern und ihren Kampf weiter fortsetzen.“ Sie erinnerte an Luxemburgs Haltung zur Demokratie: Diese habe Schranken und Mängel, aber sie zu beseitigen, sei das weitaus größere Übel. Es bleibe die Lehre, „dass der Sozialismus demokratisch oder gar nicht sein wird.“

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