Der Beginn der echten Partnerschaft

Weimar.  Die Freundschaftsvereine aus Trier und Weimar erinnern am historischen Ort an den Neustart der Städtepartnerschaft

Ansprache von OB Helmut Schröer in der überfüllten Herderkirche am 8. Dezember 1989. Aus: Trier-Weimar. Eine deutsch-deutsche Städtepartnerschaft; Helmut Schröer und Dieter Lintz.

Ansprache von OB Helmut Schröer in der überfüllten Herderkirche am 8. Dezember 1989. Aus: Trier-Weimar. Eine deutsch-deutsche Städtepartnerschaft; Helmut Schröer und Dieter Lintz.

Foto: DIETER LINTZ

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Dreißig 30 Jahre ist es am kommenden Wochenende her, dass die Städtepartnerschaft zwischen Trier und Weimar auf eine neue Basis gestellt wurde. In der Stadtkirche St. Peter und Paul fand eine Bürgerversammlung mit Triers Oberbürgermeister Helmut Schröer und dem amtierenden Weimarer OB Volkhardt Germer zur Zukunft der Städtepartnerschaft statt.

An diesen historischen Abend will eine Veranstaltung erinnern, die am kommenden Sonnabend, 7. Dezember, an gleicher Stelle stattfindet. Die Trier-Gesellschaft Weimar und die Weimar-Gesellschaft Trier laden dazu mit Akteuren von 1989 in die Herderkirche ein. Im Zentrum steht ein „Runder Tisch der Zeitzeugen“ unter anderem mit den früheren Stadtoberhäuptern. Doch auch die Rathausspitzen von heute werden erwartet.

Die Initialzündung für die legendäre Bürgerversammlung lag am 8. Dezember 1989 bereits ein paar Tage zurück. Um die 1400 Weimarer waren nach der Grenzöffnung auf Einladung des Trierer Stadtvorstandes im November 1989 erstmals in die bis dahin unerreichbare Partnerstadt an der Mosel gereist. In der Stadtkirche sollten nun auch die letzten Wunden behandelt werden, die ein Anruf aus Weimar am 11. September verursacht hatte.

An jenem Tag sagte der damalige Weimarer OB Gerhard Baumgärtel alle weiteren für das Jahr geplanten Termine der Partnerschaft Trier-Weimar ab. Offizielle Begründung: Die gestörten deutsch-deutschen Beziehungen und die Berichterstattung über die Massenausreise von DDR-Bürgern im Westen.

Damit lag die Städtepartnerschaft praktisch auf Eis.

Seit ihrer Vereinbarung im Jahr 1987 war diese Partnerschaft von der DDR als politisches Instrument benutzt worden. Nach dem Herbst 1989 ergab sich die Möglichkeit, sie nun wirklich zu einer Partnerschaft der Bürger zu machen. Darum ging es an jenem 8. Dezember 1989 in der Herderkirche. Die Resonanz der Weimarer war überwältigend.

Die Oberbürgermeister hatten zuvor einen offiziellen Protokollvermerk zum Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. So sollten „die von Anbeginn vereinbarten Bürgerbegegnungen und Aktivitäten auf eine breitere und offene Ebene gestellt werden“. Die beiden Städte bekräftigten den Willen zur echten kommunalen Zusammenarbeit, zur Begegnung der Menschen in größtmöglichen Rahmen und zu gegenseitigen Hilfestellungen. Die Unterbringung in Privatquartieren sollte dabei stets bevorzugt werden, eine Anmerkung, die man nach den Erfahrungen mit den Busreisenden risikolos treffen konnte.

Aufbruch vor 30 Jahren. Der Neubeginn der Städtepartnerschaft Trier-Weimar. Eine Veranstaltung der Partnerschaftsverein mit Musik und Zeitzeugen; Stadtkirche St. Peter und Paul, Samstag, 7. Dezember, 15 Uhr.

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