Kommentar für Weimar

Die Hoffnung lebt weiter

Michael Baar kommentiert die Absage des Weihnachtsmarktes.

Michael Baar

Michael Baar

Foto: Candy Welz

So mancher will es längst gewusst haben: Der Weihnachtsmarkt findet nicht statt. Doch zumindest der Oberbürgermeister hat bis zuletzt gewartet – dann sah auch er keine Chance mehr, die Weimarer Weihnacht mit dem gewünschten Effekt und ohne Schaden durch zusätzliche Infektionen durchzuführen. Selbst im Haupt- und Personalausschuss des Stadtrates rieten fast alle Fraktionsvertreter ab.

„Was wäre das auch für ein Weihnachtsmarkt geworden“, hielt mir am Mittwoch eine Frau entgegen, „ohne Glühwein und ohne Eisbahn.“ Das Machbare, hätte ich ihr am liebsten entgegnet. Doch der Weihnachtsmarkt war eben nicht machbar. Deshalb wurde das Vorhaben vollends abgeblasen.

So wie ich unsere Wochenmarkt-Händler kenne, werden sie ihre Marktstände rund um den Weihnachtsbaum wenigstens ein bisschen vorweihnachtlich schmücken. Denn Markthütten wird es auch auf dem Marktplatz nicht geben. Das Markttreiben dort muss wochenmarktgemäß sein.

So ganz habe ich die Hoffnung allerdings noch nicht aufgegeben, dass sich im Dezember das Infektionsgeschehen irgendwann zurückzieht. Zumindest so weit, dass wir in der Weimarer Innenstadt vor den Feiertagen doch noch einen Glühwein oder einen Jagertee trinken können.