Die letzten Führungen des Zwiebelinchens

Weimar  Beate Herrmann gibt die Rolle als ehrenamtliche Zwiebelmarkt-Stadtführerin im Zwiebelkostüm nach dem Markt auf.

Beate Herrmann als Zwiebelinchen.

Beate Herrmann als Zwiebelinchen.

Foto: Michael Baar

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Zum 13. Mal wird Beate Herrmann (54) den Zwiebelmarkt 2019 als Zwiebelinchen begleiten. Danach ist Schluss. Mit ihrem markanten Kopfschmuck und ihrem zwiebeligen Kostüm ist sie für jedermann erkennbar. Das Kostüm entwarf Kathrin Lehmann vom Stadtmuseum Erfurt. In den ersten Jahren kreierte Ilona Koch den Kopfputz, dann übernahm Frau Petzold, Blumenpavillon Nixdorf Heldrungen, das Amt.

Nur noch wenige Restkarten gibt es bei der Tourist-Information für Beate Herrmanns Führung am Samstag, 14 Uhr, über den Zwiebelmarkt. Treffpunkt: Sächsischer Hof. Die Führungen am Zwiebelmarkt-Sonntag sind seit langem ausgebucht.

„Ich wollte etwas lebendig machen, was es schon lange gibt“, sagt sie in der Rückschau. Auf dem Heimweg vom ehrenamtlichen Einsatz am Bierstand des Falk-Vereins war ihr dazu die Zwiebelinchen-Idee gekommen. „Viele, viele nette Menschen“ habe sie erlebt. Beim Gottesdienst auf dem Herderplatz wollte mal ein Besucher nur beim Zwiebelinchen in die Kollekte spenden. Ihre Botschaft an die Gäste: die Handarbeit, die in jeder Zwiebelrispe steckt. Sie bedauert, dass es weniger Zwiebelbauern gibt und junge Leute das Handwerk nicht mehr erlernen. Sie selbst hätte als ehrenamtliches Zwiebelinchen, das Spenden für den Falk-Verein sammelt, gern mal auf einer Gästeliste des Ratsherrenfrühstücks gestanden.

„Alles hat seine Zeit“, sagt Beate Herrmann zu ihrem Abschied. Als Stadtführerin wendet sie sich jetzt einem anderen Thema zu: Ihre Führung „mit allen Sinnen“ ist in Bad Berka bereits gut angelaufen und wird auch in Weimar angeboten.

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