Eine Insel und ein Fahrradstreifen für Weimars Belvederer Allee

Weimar  Entlang des Falkenburg-Sportplatzes soll der Straßenverkehr noch im Oktober sicherer organisiert werden

Vor dem Zebrastreifen endet der Radweg (rot) im Nichts. Korrekt müssten Radfahrer absteigen, nach rechts auf den Gehweg gehen und können dort einige Meter weiter wieder aufsteigen, weil der Gehweg dort in einen Rad-Geh-Weg übergeht. Künftig sollen die Pkw- und Busstellplätze auf der rechten Fahrbahnseite entfallen.

Vor dem Zebrastreifen endet der Radweg (rot) im Nichts. Korrekt müssten Radfahrer absteigen, nach rechts auf den Gehweg gehen und können dort einige Meter weiter wieder aufsteigen, weil der Gehweg dort in einen Rad-Geh-Weg übergeht. Künftig sollen die Pkw- und Busstellplätze auf der rechten Fahrbahnseite entfallen.

Foto: Michael Baar

Der Radweg entlang der Belvederer Allee wird stadtauswärts auf der rechten Fahrbahnseite bis zur Kreuzung Merketalstraße durch einen Fahrrad-Schutzstreifen verlängert. Darüber hat am Dienstag Weimars Tiefbauamtsleiter Stephan Müller informiert.

Die Maßnahme gehört zu einem ganzen Komplex von Veränderungen auf der Allee zwischen Leonardo-Hotel und der südlich gelegenen Kreuzung. Sie sollen vor allem der Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern dienen.

Weil die Fahrbahn am Fußgängerüberweg zur Bushaltstelle an der Falkenburg elf Meter breit ist, soll diese Fußgänger-Querung nun die lange erhoffte Insel in der Straßenmitte bekommen. Dafür war in der als Flächendenkmal ausgewiesenen Belvederer Allee sogar eine denkmalrechtliche Genehmigung nötig. Diese liegt nun vor, sodass Arbeiten umgesetzt werden können.

Noch keine Lösung gibt es dagegen für die zeitweise schlechte Sichtbarkeit der Schilder am Zebrastreifen. Das Thema sei aber bekannt und müsse mit neuen Leuchten gelöst werden.

Wenn einmal an der Belvederer Allee gebaut wird, dann soll zugleich das Problem des Radweges entschärft werden. Er endet nämlich hinter der Einmündung der Straße An der Falkenburg praktisch auf dem Zebrastreifen. Radfahrer müssen eigentlich absteigen und können nach ein paar Metern auf dem kombinierten Rad-Geh-Weg neben der Straße weiterfahren.

Zumindest das soll noch in diesem Monat der Vergangenheit angehören. Dafür werden die Pkw- und Bus-Stellplätze stadtauswärts rechts hinter dem Zebrastreifen aufgehoben und der Radweg in einen Fahrradschutzstreifen überführt. Er soll 1,50 Meter Breite haben, an der nächsten Kreuzung zunächst allerdings enden.

Über den Wegfall der Stellplätze sei das Hotel informiert, sagte Stephan Müller. Man habe die Stellplatznutzung über einen längeren Zeitraum beobachtet und dort zahlreiche auswärtige Kennzeichen festgestellt. Er gehe nicht von größeren Problemen aus. Wie das Leonardo, das einen großen Parkplatz neben dem Hotel bewirtschaftet, auf die Ankündigung reagiert hat, ist nicht bekannt.

Die Umsetzung der Arbeiten am Zebrastreifen und am Fahrbahnrand ist für die Woche ab 21. Oktober und damit nach den Ferien vorgesehen. Besonders für die Fahrbahnmarkierungen brauche es ein paar Tage trockenes Wetter, so Müller zur Begründung. Die Kosten für die scheinbar kleine Bau-Maßnahme benennt er mit stolzen 12.000 Euro.

Wie es am Kreuz von Belvederer Allee, Merketalstraße und Steinbrückenweg weitergeht, darauf will sich der Amtsleiter noch nicht festlegen. Auf dem Steinbrückenweg sollen Radfahrer künftig ebenfalls besser geschützt werden. Dafür seien aber größere Aufwendungen nötig. Die seit dem Haushaltsbeschluss im Vorjahr erwarteten Planungen für einen Kreisel an der bisherigen Kreuzung haben dagegen noch nicht begonnen und sind mit der Haushaltssperre für dieses Jahr auch auf Eis gelegt. Allerdings laufe an der Bauhaus-Universität eine Studienarbeit zur künftigen Gestaltung des Knotens, die durchaus Aufschluss geben könne, wie die Lösung an dieser Stelle aussehen kann, so der Amtsleiter.

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