„Es geht darum, seine eigene künstlerische Sprache zu finden“

Weimar.  Die Künstlerin Ulrike Theusner stand Daniel Heide in der ACC Galerie bereitwillig Rede und Antwort.

In der jüngsten Veranstaltung der Gesprächsreihe "Brotlose Kunst" in der ACC Galerie hatte Moderator Daniel Heide die Weimarer Künstlerin Ulrike Theusner zu Gast.

In der jüngsten Veranstaltung der Gesprächsreihe "Brotlose Kunst" in der ACC Galerie hatte Moderator Daniel Heide die Weimarer Künstlerin Ulrike Theusner zu Gast.

Foto: Christiane Weber

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Wenn Pianist und Moderator Daniel Heide Künstlerinnen und Künstlern auf den Zahn fühlt, ist ihm großes Publikumsinteresse sicher. Schon bei ihrem Start im Oktober füllte seine Gesprächsreihe „Brotlose Kunst“ die ACC Galerie. Dass das Interesse seitdem nicht nachgelassen hat, zeigte sich bei der jüngsten Ausgabe des Kulturtalks am Donnerstagabend am Burgplatz 1. In lockerem Plauderton warfen Ulrike Theusner und Daniel Heide einander die verbalen Bälle zu: Das war informativ, geistreich, humorvoll, charmant und sehr ehrlich. Die Zuhörer erfuhren, wann Ulrike Theusner das erste Mal gezeichnet hat („im Vorschulalter“), ob sie sich als Teenie ganz ohne Widerstände frei für den künstlerischen Beruf entscheiden konnte („Ja“), wie sie anfangs ihre Perspektiven sah („Hab’ da gar nicht so drüber nachgedacht“).

Ihr Geld für die vermeintlich „Brotlose Kunst“ verdiente sie als Model. „Ich hatte nebenbei einen guten Job“: Geldsorgen bedrückten sie deshalb keine. Daniel Heide dagegen gab gern zu, dass es bei ihm ganz anders aussah. Sprach von „Handlangerdiensten“, die er nicht unbedingt machen wollte, aber machen musste. Um zum ersten, selbst verdienten Geld zu kommen, sei es ein weiter Weg gewesen. „Eine gute Mugge zu bekommen“ sei für ihn anfangs schwer gewesen.

Wo beginnt der Prozess der Bildfindung? Ihr Tagesablauf? Gibt es noch eine typische ostdeutsche Kunst und eine westdeutsche? („Da gibt es diese Trennung nicht mehr.“), Vorbilder? Es ginge darum, eine eigene künstlerische Sprache zu finden. Ulrike Theusner beantwortet bereitwillig und offen jede Frage. Sie sei dankbar, dass ihr künstlerischer Werdegang bislang so erfolgreich verlaufen ist und sich ihr viele verschiedene Türen weltweit geöffnet haben. Für die Bayerische Staatsoper hat sie zum Beispiel eine Plakatserie entworfen. Auf Theusners Website beeindrucken Städtenamen wie Shanghai, New York, Paris und Nizza. Ihr internationales Netzwerk funktioniere auch von Weimar aus. „The Best of All Possible Worlds“, so der Titel ihrer Ausstellung 2017 in der ACC Galerie, liegt für sie derzeit in Weimar.

Die Gesprächsreihe wird fortgesetzt. Als nächsten Gast kündigte Daniel Heide Schauspieler Thomas Thieme an. Der Termin ist derzeit noch offen.

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