Freiwilligentag verstreicht auf Marienhöhe ohne neue Helfer

Weimar.  Der Weimarer Camsin-Verein kann dennoch auf ehrenamtliche Helfer bauen.

Auch die beiden Esel, die der Camsin-Verein hält, leisten auf der Marienhöhe therapeutische Arbeit.

Auch die beiden Esel, die der Camsin-Verein hält, leisten auf der Marienhöhe therapeutische Arbeit.

Foto: Jens Lehnert

Die erhoffte Resonanz blieb leider aus: Vergeblich wartete der Weimarer Camsin-Verein am Dienstagvormittag auf der Marienhöhe auf neue freiwillige Mitstreiter, die sich an der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements beteiligen.

In den vergangenen Jahren seien dem Ruf der Ehrenamtsagentur stets einige Helfer in Richtung Ettersberg gefolgt. Diesmal gab es weder Anmeldungen im Vorfeld noch Kurzentschlossene am Tage selbst. Arbeit wäre für sie genug vorhanden. So verlangen unter anderem ein Pavillon, eine Sitzgruppe und zwei Tier-Unterstände danach, dass ihr Holz abgeschliffen wird und einen frischen Anstrich erhält. Zudem ist Feuerholz zu sammeln, um im Winter die Öfen in den beiden Bauwagen auf dem Areal zu füttern.

Unerledigt bleibt dies freilich nicht. Denn unabhängig von der Aktionswoche kann der Verein auf zahlreiche ehrenamtliche Unterstützer bauen, die regelmäßig auf dem weiträumigen Gelände zu Gange sind. 24 Mitglieder und etwa ein Dutzend weiterer Helfer sind dort aktiv. Einerseits wollen die Tiere betreut sein. Zehn Pferde, ein Pony, zwei Esel, vier schottische Hochland-Rinder, fünf Schafe, vier Ziegen, drei Hunde, drei Meerschweinchen und zwei Kaninchen sind auf der Marienhöhe zu Hause. Andererseits ist auch Landschaftspflege zu betreiben.

Im Sommer hatte der Verein, der pädagogische und therapeutische Arbeit für Menschen leistet, die psychisch erkrankt oder davon bedroht sind, bereits einen eigenen Ehrenamtstag initiiert – mit Erfolg. Bei dieser Gelegenheit fanden sich drei Interessierte, die Camsin regelmäßig unterstützen. Auf die Gegebenheiten, die Corona mit sich brachte, kann sich der Verein immer besser einstellen. Wie andernorts hatte die sozialtherapeutische Arbeit auch hier zwischenzeitlich ruhen müssen. Ab dem späten Frühjahr waren Einzel-Angebote wieder möglich, inzwischen auch die Arbeit in kleineren Gruppen.