Gedenken an Kriegsende 1945 und Bücherverbrennung 1933

Weimar.  Schauspielerinnen und Schauspieler des DNT lesen dazu ausgewählte Texte. Übertragung im Radio und auf Webseite

Der Theaterplatz Weimar mit dem Deutschen Nationaltheater

Der Theaterplatz Weimar mit dem Deutschen Nationaltheater

Foto: Susanne Seide

In einer gemeinsamen Initiative gedenken das DNT Weimar, das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus (BgR) Weimar und Radio Lotte mit Texten von Dichterinnen und Dichtern der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Kriegsende am 8. Mai 1945 sowie der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verband sich vor 75 Jahren auch die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. „Noch immer gibt es genügend Stimmen, die die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus ad acta legen oder ganz und gar aus dem Gedächtnis streichen wollen. Aber Erinnerung ist lebenswichtig, weil aus ihr die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft geboren werden kann“, betonten vorab die Initiatoren und zitieren dazu die Schriftstellerin und Holocaust-Überlebende Ruth Klüger: „Die Frage nach dem Erinnern ist eine des Wie, nicht des Ob.“

Borchert, Kästner, Ringelnatz, Wolf, Keun und Tucholsky

Erinnert werden soll zugleich auch an den 10. Mai 1933, als auf deutschen Scheiterhaufen Bücher und Schriften demokratischer deutschsprachiger Autorinnen und Autoren brannten, die zumeist jüdischer Herkunft waren. Diese Barbarei gehörte zu den ersten Aktionen des unmenschlichen politischen Systems der Nationalsozialisten.

Schauspielerinnen und Schauspieler des DNT Weimar haben aus den beiden Anlässen ausgewählte Gedichte und Prosatexte von Wolfgang Borchert, Christa Wolf, Alfred Polgar, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Irmgard Keun und Joachim Ringelnatz eingelesen. Diese laufen noch bis zum 13. Mai im Programm von Radio Lotte und können auch auf der DNT-Website angehört werden.

www.nationaltheater-weimar.de