Grünes Licht für den Spielplatz

Berlstedt  Grundschule Berlstedt bekommt neue Schaukel und Kletterstrecke. Lottomittel sind dritter Finanzierungs-Baustein

Mit selbst gebastelten Schildern bedankten sich die Kinder gestern für das Lottogeld.

Mit selbst gebastelten Schildern bedankten sich die Kinder gestern für das Lottogeld.

Foto: Michael Grübner

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Die Mädchen und Jungen der Grundschule An der Via Regia Berlstedt bekommen neue Spielgeräte: Für Anfang Dezember haben sich die Monteure der beauftragten Firma angekündigt, um eine Schaukel und eine Kletterstrecke aufzustellen. Die Finanzierung bekam gestern ihren letzten Baustein: 5000 Euro aus Lottomitteln vom Freistaat, das ist der Maximalbetrag für derartige Zuwendungen in Thüringen.

Insgesamt kostet die Spielplatz-Modernisierung rund 15.000 Euro. 5000 kommen vom Schulträger, dem Kreis Weimarer Land. „Dafür haben wir aus dem vorigen Jahr übertragene und nicht verwendete Haushaltsmittel umgewidmet“, so die für die Schulverwaltung zuständige Beigeordnete Jacqueline Schwikal. Die verbleibenden 5000 steuert der Förderverein der Grundschule bei.

„Ihr habt in den letzten Wochen gemerkt, dass die Spielgeräte auf unserem Pausenhof von euch nicht mehr so genutzt werden können, wie ihr es gern getan hättet“, richtete Schulleiterin Manuela Gössel das Wort an die versammelten Kinder. Bereits nach den Sommerferien 2018 hatte die Schulleitung die alte Schaukel sperren lassen – hier drohten sich die Schrauben aus dem verwitterten Querbalken zu lösen. Am Reck hatten über Jahre die Hausmeister der Schule die losen Stangen wieder fixiert, aber auch hier war vor Beginn der diesjährigen Herbstferien das Ende erreicht. Es wurde zusammen mit der ebenso altgedienten Wippe gesperrt.

Über die Ferien liefen bereits die Vorarbeiten für die neuen Attraktionen. Gemeindearbeiter der Landgemeinde Am Ettersberg und die Hausmeister entfernten den Sandbelag der alten Spielgeräte sowie deren Beton-Fundamente.

Der Förderverein stand schon seit einer Weile bereit, nach vielen kleineren Projekten „auch mal eine größere Summe zu investieren“, so Vorstandsmitglied Sophia Helmli. Sie und Sportlehrer Dirk Zimmermann verständigten sich nach der Anfrage auf eine Eilentscheidung und ließen sich diese vom übrigen Vorstand absegnen. Seine Einnahmen bekommt der Verein übrigens nur zu einem kleinen Teil aus den Mitgliedsbeiträgen – die aktuell 72 Mitstreiter zahlen jeweils zwölf Euro im Jahr. Größere Summen stammen aus Spenden, einige Partner wie die Sparkassenstiftung oder die Georg-Haar-Stiftung steuern regelmäßige Beträge bei. Meist sind es dreistellige Beträge, die der Verein für die Verbesserung der Schulausstattung ausgibt: Baukästen, Radios oder ein Grünes Klassenzimmer waren bisher darunter.

Neben dem Verein hat die Grundschule auch eine engagierte Elternvertretung, die unter anderem bei jährlichen Höhepunkten wie dem Sommerfest oder dem Weihnachtsmarkt mit anpackt. Letzterer erlebt am 6. Dezember nach der erfolgreichen Premiere des Vorjahres seine zweite Auflage.

Dem Förderverein treten mit jedem neuen Schuljahr selten mehr als drei Eltern bei. Als Pascal Mauf, Mitarbeiter im Thüringer Justizministerium und in Ettersburg wohnhaft, das gestern hörte, füllte er spontan einen Mitgliedsantrag aus – obwohl sein Kind erst in drei Jahren in Berlstedt eingeschult wird.

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