Heimunterricht an der ThIS Weimar so interaktiv wie möglich

red
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Die Arbeit im Klassenraum an der Interaktiven Tafel soll für die Klassenkameraden am heimischen Laptop 1:1 nachvollziehbar sein.

Die Arbeit im Klassenraum an der Interaktiven Tafel soll für die Klassenkameraden am heimischen Laptop 1:1 nachvollziehbar sein.

Foto: Wolfgang Aicher

Weimar.  Die Thuringia International School (ThIS) hat aus den Lockdown-Erfahrungen heraus ihr Homeschooling-Konzept weiterentwickelt.

Den Verantwortlichen der Thuringia International School (ThIS) ist vor der vierten Corona-Welle nicht bange: Die Schule und ihr Trägerverein haben das Homeschooling-System, das sich im Lockdown 2020/21 bewährte, weiterentwickelt und für alle Eventualitäten der kommenden Monate fit gemacht. Es geht im Prinzip darum, dass sowohl die Klassenräume als auch die Technik für den Heimunterricht so ausgestattet sind, dass sie den Unterschied zwischen dem Präsenz-Unterrichtserlebnis und dem Arbeiten zu Hause minimieren.

In den Klassenräumen stehen Computer, Beamer und interaktive Tafeln zur Verfügung. Zusätzlich zur Lernsoftware verwendet die Schule verschiedene handelsübliche administrative Software. Sowohl die interaktiven Tafeln als auch die Lehrerrechner können auf ein Serverlaufwerk zugreifen, das sich an einem sicheren Ort im Schulgebäude befindet. Die Lehrkraft kann Unterrichtsmaterialien entwerfen und sie über eine direkte Verbindung oder über den Server auf die interaktiven Tafeln übertragen.

Der Computer des Lehrers empfängt Live-Bilder von mehreren Quellen, darunter die Kamera des Geräts, eine weitere an der interaktiven Tafel, die die gesamte Schülergruppe zeigt, sowie ein Live-Bild der interaktiven Tafel. Der Lehrer kann diese Quellen per Online-Videoübertragung allen Schülern auf ihren eigenen Laptops zugänglich zu machen, unabhängig davon, ob sie sich im Klassenzimmer oder zu Hause befinden.

Damit reagiert die ThIS auf die Erfahrungen des bisherigen Homeschoolings: Dort zeigte sich, dass die größte Herausforderung darin besteht, die Motivation der Schüler aufrecht zu erhalten. Zu verhindern, dass sie bei der Nutzung von Online-Texten oder -ressourcen das Interesse verlieren.

Auch Schulleiter Philip Armstrong, der selbst in den 11. und 12. Klassen Erkenntnistheorie unterrichtet, hat bereits aktive Erfahrungen mit dem System gesammelt. Er nennt Interaktivität als den wichtigsten Faktor für die Motivation der Schüler. Die Technologie ermögliche es nunmehr, dass diese auch zu Hause „ein echter Teil des Unterrichts“ seien, unter anderem per Mikrofon und Lautsprecher in alle Diskussionen eingebunden.