Hotel braucht weitere 18 Monate

Weimar.  Die B&L Gruppe aus Hamburg hat Fertigstellung des Hotelprojekts in Weimar an die Obag Bautzen vergeben

So soll das künftige Hotel zwischen Schützengasse und Schillerstraße 13/15 in Weimar einmal aussehen.

So soll das künftige Hotel zwischen Schützengasse und Schillerstraße 13/15 in Weimar einmal aussehen.

Foto: Prasch Buken Partner Architekten / B&L Real Estate Hamburg

Noch mehr als 18 Monate muss Weimar mit der Hotelbaustelle zwischen Schillerstraße und Schützengasse leben. Die Hamburger B&L Gruppe als Bauherrin hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche mit dem Bauunternehmen Obag Hochbau GmbH aus Bautzen den GU-Vertrag für das Hotelprojekt in Weimar unterzeichnet. Als Generalunternehmen soll die Obag das Hotel bis Januar 2022 fertigstellen. Noch im Mai sollen endlich die Rohbauarbeiten beginnen.

„Wir freuen uns, mit Obag ein Unternehmen gewonnen zu haben, das dieses anspruchsvolle und außergewöhnliche Projekt nun für uns realisiert“, so Thorsten Testorp, geschäftsführender Gesellschafter der B&L Gruppe, auf Anfrage der Redaktion. Als habe es nie andere Pläne gegeben, heißt es darin weiter: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, das Haus Anfang 2022 eröffnen zu können.“

Noch im Januar dieses Jahres hatte die B&L Real Estate allerdings darauf verwiesen, dass der Baufortschritt „durch den Boom in der Branche“ beeinträchtigt werde. So sei es schwierig gewesen, kompetente Baufirmen binden zu können. Das und die komplizierte Aufgabe wurden als Gründe für den neuerlichen Bauverzug aufgeführt. Man verschob die Fertigstellung von Winter 2020 auf Mitte 2021.

Danach lag die Baustelle mehrere Wochen brach. Die Firma, die Abbruch, Fassadensicherung und Aushub übernommen hatte, räumte die Baustelle zwischenzeitlich sogar. Nun, ohne „Bauboom“, soll der Bau weitere sechs Monate länger dauern. Die B&L setzt damit bereits den vierten Fertigstellungstermin. Im April 2017 war noch von einer Fertigstellung mit dem Bauhausmuseum im Jahr 2019 die Rede.

Der nun geschlossene Vertrag sieht vor, dass die Obag in der Schillerstraße 13/15 und angrenzenden Grundstücken „ein modernes Boutique Hotel mit 102 Zimmern sowie drei Shoppingeinheiten mit insgesamt 300 m²“ errichtet. Die gesamte oberirdische Bruttogeschossfläche werde 5000 m² betragen. Als Architekturbüro zeichnen weiterhin „prasch buken partner architekten“ aus Hamburg verantwortlich.