Kleines Videobotschaft: Das richtige Maß finden

Weimar.  Weimars Stadtoberhaupt steht zu den Entscheidungen in der Kulturstadt.

Oberbürgermeister Peter Kleine in seiner Videobotschaft vor dem Himmelfahrtstag.

Oberbürgermeister Peter Kleine in seiner Videobotschaft vor dem Himmelfahrtstag.

Foto: Screenshot Jeffrey Boy

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Vor dem Himmelfahrtstag hat sich Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine mit einer Videobotschaft an die Weimarer gewandt. Das Stadtoberhaupt äußert sich erleichtert über neue Möglichkeiten nach den Wochen der Totaleinschränkung: der Besuch bei den Eltern, der Einkauf oder auch das Essen im Gasthaus. Kleine erinnert daran, dass er in Weimar bereits am 5. Mai erweiterte Möglichkeiten für die Freiflächengastronomie eröffnet hat, räumt dabei aber auch Fehler ein. Es sei leider nicht gelungen, alle Gastronomen frühzeitig einzubeziehen. Nach der berechtigten Kritik habe man jedoch schnell nachjustiert. Die Resonanz der Bürger habe ihm zudem gezeigt, dass der Zeitpunkt richtig und schnelles Handeln wichtiger war als Perfektion.

Auch bei der Wiederöffnung der Kindergärten gehe Weimar auf einem eigenen Weg voran. Anfang Juni öffnen die Kindergärten für alle Kinder. Eine Wechselmodell, bei dem die Kinder nur an bestimmten Tagen betreut werden und die Eltern vor weiteren Problemen bei der Arbeitszeit stehen, werde es in Weimar nicht geben. Die regelmäßige Betreuung gewährleiste auch das Kindeswohl besser. Andere Kommunen wie Jena folgten diesem Weg bereits. Nach fast zwei Wochen ohne Neuinfektionen seien jetzt wieder drei hinzu gekommen. Das zeige, dass Weimar weiter auf der Hut sein müsse. Und es zeige, dass internationaler Reiseverkehr weiterhin mit Risiken verbunden ist.

Dennoch hat Weimar nach Kleines Ansicht gute Chancen, die Lage auch in den nächsten Wochen gut zu beherrschen. Es enttäusche ihn und mache ihn manchmal fassungslos, wenn es Leute gibt, die alles als Fake oder die verpflichtende Mund-Nase-Maske als überzogen bezeichnen. Für Kleine verhöhnen solche Aussagen die Leistungen des gesamten medizinischen Personals.

Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Gäste sei es weiterhin nötig, an entsprechenden Schutzmaßnahmen festzuhalten. „Niemand bricht sich dabei einen Zacken aus der Krone“, so Kleine. „Ich wünsche uns allen, dass wir dabei immer das richtige Maß zwischen Lockerungen und Vorsicht finden.“ Abstand zu halten, bleibe leider weiterhin erste Bürgerpflicht, ebenso das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen, da wo es erforderlich ist. Normalität sei nur zu erreichen, wenn alle Vernunft an den Tag legen, so das Stadtoberhaupt.

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