Küchenpartie-Projekt zu Gast in Weimar

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Die „Küchenpartie mit peb“ brachte in der Küche der Volkshochschule Weimar Jung und Alt über gemeinsames Kochen zusammen.

Die „Küchenpartie mit peb“ brachte in der Küche der Volkshochschule Weimar Jung und Alt über gemeinsames Kochen zusammen.

Foto: Katja Buchholz / Plattform Ernährung und Bewegung

Weimar.  Kinder und Senioren genießen in der Küche der Volkshochschule mehr als nur die gemeinsame Zeit am Herd.

Die Volkshochschule Weimar bot mit ihrer gut ausgestatteten Küche den idealen Raum, in dem sich zwei Generationen treffen, austauschen und natürlich miteinander kochen konnten. Anlass dazu bot die „Küchenpartie mit peb“. Sie wird in den Sommer- und Herbstferien vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Aktionsplans „In Forma“ gefördert, von der Plattform Ernährung und Bewegung (peb) in fast allen Bundesländern umgesetzt.

Voneinander, miteinander und übereinander lernen stehe im Mittelpunkt, Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren sowie Menschen ab 65 Jahren – in der Küche zusammentreffen. So habe der Filip (12) einiges von dem 72-jährigen Dietmar gelernt, zum Beispiel, wie man eine Zwiebel schneidet, ohne dass die Tränen dabei fließen, oder wie der Eierkuchenteig ohne Klümpchen gelingt.

Aber nicht nur das Wissen über Küchentechniken wurde ausgetauscht, auch persönliche Erinnerungen und Erfahrungen. Doris erzählte im Generationeninterview ihren drei jungen Zuhörerinnen, dass es früher in der DDR nicht viel Auswahl gab. Exotisches Obst war rar – für Bananen musste sie sich lange anstellen, und Ananas gab es nur in der Dose und auch nur selten.

An den vier Aktionstagen der „Küchenpartie mit peb“ gehe es um ganz verschiedene Aspekte von Kochen und Essen, erzählte Franziska Lehmann, Koordinatorin des Projekts: „Themen sind sauberes und sicheres Arbeiten in der Küche, der Austausch der Generationen, das Wissen um Lebensmittel sowie Essen und Nachhaltigkeit. Ganz wichtig ist aber, dass alle beim gemeinsamen Kochen Spaß haben!“ Danach kam das gemeinsame Genießen, und so endete jeder Tag mit dem Mittagessen. Und hier seien sich alle Generationen einig: Was man selbst gekocht hat, schmeckt am besten!

Die deutschlandweite Kochaktionen will dazu animieren, den Kochlöffel öfter selbst in die Hand zu nehmen. Denn selbst kochen zu können, sei ein wichtiger Schritt, um das eigene Ernährungsverhalten aktiv und ausgewogen zu gestalten.