Lange Warteliste in Weimarer Kita

Weimar.  Die Eltern von über 100 Weimarer Kindern hoffen derzeit darauf, dass ihr Nachwuchs zukünftig bei den „Holzwürmchen“ betreut wird.

Der  Weimarer HTG-Kindergarten „Holzwürmchen“ lud zum Tag der offenen Tür.

Der Weimarer HTG-Kindergarten „Holzwürmchen“ lud zum Tag der offenen Tür.

Foto: Jens Lehnert

In den eineinhalb Jahren, in denen der Kindergarten „Holzwürmchen“ im Karree von Schlachthof- und Rosenthalstraße existiert, lud er bereits drei Mal zu Tagen der offenen Tür. „Sie richten sich vor allem an die Familien der Kinder, die bei uns angemeldet sind, auf der Warteliste stehen und ihre zukünftige Einrichtung kennenlernen wollen. Wir veranstalten sie nicht, um publik zu werden. Unser Kindergarten ist publik“, sagt Kita-Leiterin Stefanie Ruppe ohne Übertreibung. Der Zulauf spricht Bände und die Anmeldungen füllen einen solchen.

Maximal 100 Kinder kann die Kita der Hufeland-Trägergesellschaft betreuen, davon 22 im Krippenalter ab einem Jahr. Noch einmal weit über 100 Anträge liegen derzeit von Eltern vor, die ihre Kinder in Zukunft hier unterbringen möchten. Etliche der Sprösslinge sind noch nicht einmal auf der Welt.

Natürlich könne hier weiterhin jeder unverbindlich einen Platz für seinen Nachwuchs beantragen. „Allerdings rate ich jedem genauso, sich auch in anderen Einrichtungen umzuschauen. Längst nicht jeder, der es möchte, kann einen Platz hier bekommen“, so Stefanie Ruppe. Am ehesten für Kinder, deren Geschwister bereits bei den „Holzwürmchen“ betreut werden, könne sie verbindliche Aussagen treffen.

Der Zuspruch hat viele Gründe. Das Haus liegt zentrumsnah, ist neu, innen dank großer Fensterfronten sehr hell, großzügig geschnitten und ebenso ausgestattet. Die Architektur des Holzbaues verspricht zudem ein gesundes Raumklima. Nicht zuletzt sind viele vom pädagogischen Konzept überzeugt. Das lässt nicht nur den Sprösslingen, sondern auch den Erzieherinnen Spielraum für unkonventionelle Lösungen. So kann die Kita von sich behaupten, im Besitz eines Klavieres zu sein. Dass das Instrument in Weimar zu verschenken war, entdeckte Stefanie Ruppe bei den ebay-Kleinanzeigen.

Dass das Interesse an dem Kindergarten nachlässt, wenn in direkter Nachbarschaft ab dem nächsten Frühjahr die Baustelle eines großen Appartementhauses ihren Anfang nimmt, befürchtet Stefanie Ruppe nicht. Schon jetzt hätten die Kinder die Erschließungsarbeiten entlang der Rosenthalstraße eher mit Spannung verfolgt, als dass sie sich daran störten.

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