Minutenlanger Applaus beim Abschlusskonzert der Meisterkurse

Weimar  Acht junge Musiker im Dialog mit der Jenaer Philharmonie gefeiert. Gleich vier Teilnehmer kommen von der gastgebenden Weimarer Hochschule

Der Brasilianer Nathan Amaral erntete gleich zu Beginn des Abschlusskonzertes der 60. Weimarer Meisterkurs Bravorufe.

Der Brasilianer Nathan Amaral erntete gleich zu Beginn des Abschlusskonzertes der 60. Weimarer Meisterkurs Bravorufe.

Foto: Maik Schuck

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Einen glanzvollen Abschluss erlebten die 60. Weimarer Meisterkurse der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar am Samstagabend: Mit Standing Ovations und minutenlangem Applaus feierten die Gäste in der nahezu vollen Weimarhalle „Die Besten zum Schluss“ und die Jenaer Philharmonie. Unter Leitung von Markus L. Frank hatten acht junge Musiker aus acht Meisterkursen musikalisches Können auf bemerkenswert hohem Niveau in hellwachem Dialog mit dem Orchester demonstriert. Beim Schlussapplaus standen dann noch einmal alle gemeinsam auf der Bühne. Die Jenaer Philharmonie erwies sich wiederum als verlässlicher und erfahrener musikalischer Partner, der sich auf den jeweiligen Solisten oder die Solistin mühelos und flexibel einzustellen verstand.

Bravorufe gleich zu Beginn

Immerhin war das Traditionsorchester bei den Jubiläumsmeisterkursen mit Ausschnitten aus acht Werken von acht Komponisten gefordert. Gleich zu Beginn des Programms riss der junge brasilianische Geiger Nathan Amaral das Publikum mit seinem leidenschaftlichen Vortrag des ersten Satzes von Sibelius’ Violinkonzert d-Moll zu Bravorufen hin. Nicht minder virtuos zeigte sich Su Kyung Jang, Flöte, mit einem Satz aus Mozarts Flötenkonzert Nr. 1 G-Dur. Die junge Koreanerin studiert an der gastgebenden Hochschule, deren Leitung sich sichtlich stolz darauf zeigte, dass gleich vier ihrer Eleven mit einer Teilnahme im Abschlusskonzert ausgezeichnet wurden. Schließlich dokumentiert sich darin auch die hohe Qualität ihrer Lehre. Entsprechend große Aufmerksamkeit erfuhren auch die anderen „Lisztianer“ Maurice Appelt, Viola, mit Brittens „Lachrymae“, Kontrabassistin Lisabet Seibold mit Bottesinis Konzert h-Moll für Kontrabass und Orchester und Cellist Joel Blido, der zwei Sätze aus Elgars Cellokonzert e-Moll interpretierte. Ihr jugendlicher Charme gepaart mit reifem Können faszinierte, auch bei einer der am weitesten angereisten Teilnehmerinnen, der Australierin Olivia Urbaniak, Klavier, die den Meisterkurs von Dénes Várjon besuchte und das Allegro vivace aus Bela Bartóks Klavierkonzert Nr. 3 mit Verve intonierte. Im Gedächtnis bleiben aber auch die beiden jüngsten Teilnehmer im Abschlusskonzert: Erst 17 Jahre alt, zeigten Tassilo Probst, Violine, mit Wieniawskis Violinkonzert fis-Moll und die japanische Pianistin Yumeka Nakagawa, zweite Preisträgerin des Franz-Liszt-Klavierwettbewerbs Weimar 2014, in Liszts Klavierkonzert Es-Dur ein so hoch ambitioniertes und intensives Spiel, dass Musikfreunde von beiden gewiss noch viel hören werden.

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