Mit neuer Live-Band und einem Witze-Stakkato

Magdala.  „Madel in Tritte“ lautet der Schlachtruf der Magdalaer Karnevalisten. Ihr Programm zum Saisonstart überzeugte die Gäste.

Die Prinzessinnengarde sorgte mit einem Cancan für Stimmung im Saal des „Vollen Mondes“ beim MCC-Auftakt.

Die Prinzessinnengarde sorgte mit einem Cancan für Stimmung im Saal des „Vollen Mondes“ beim MCC-Auftakt.

Foto: Michael Grübner

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Zweieinhalb Stunden lang brachte der Magdalaer Carneval-Club (MCC) am Samstagabend den Saal der Gaststätte „Zum Vollen Mond“ zum Kochen. Der Ehrgeiz, zum Saisonstart im November ein nahezu komplett eigenständiges Programm auf die Bühne zu bringen, lohnte sich auch diesmal: Von den 120 Plätzen in der Narrhalla blieben nur eine Handvoll leer. Die Besucher erlebten mehrere Premieren. Die wichtigste: Mit der „Don Stefano Band“ aus Rudolstadt hat der MCC ein neues Live-Ensemble unter Vertrag. Die sechs Musiker treten die Nachfolge der bisherigen Hausband an: Die „Possenhainer“ haben sich aus Alters- und gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. „Die Neuen haben ihre Sache aber prima gemacht“, lobte die Vorstands-Älteste des MCC, Renate „Amanda“ Spangenberg. Sie hatte übrigens am Tag vor der Festsitzung ihren 55. Geburtstag gefeiert.

Ihren ersten Auftritt hatten das Tanzmariechen und ihr Major: Vanessa Grimmer (10) und Lasse Seydewitz (11) amtierten in der vorigen Saison als Kinder-Prinzenpaar und lieferten eine forsche Tanz-Performance ab. Ihre Nachfolger werden erst zur Festsitzung am 7. Februar präsentiert. Das „große“ Prinzenpaar aus dem Ortsteil Ottstedt hatte bereits am 11. November vor dem Rathaus die 63. MCC-Saison mit eröffnet und machte am ersten „Regierungsabend“ eine souveräne Figur. Fränze Schneider lachte mit, als Vereinschef und Moderator David Reinn über ihre erzgebirgischen Wurzeln witzelte – und auch, als sich ihr Prinz Marcus Lemser eine kleine Anspielung auf ihren Job als Schwester in einer Proktologen-Praxis nicht verkneifen konnte („medizinische Abgas-Untersuchungen“).

Die Tanzgruppe „Allstar Desaster“ begrüßte zwei Neue: Astrid Schwimmer und ihre Tochter Tessa hatten sich von Renate Spangenberg (Astrid ist ihre Nichte) überzeugen lassen, nachdem sie im vorigen Jahr keine einzige Festsitzung als Besucherinnen verpasst hatten. Die Prinzessinnengarde hingegen musste sich von zwei Mädchen verabschieden: Gloria Feuerstein und Natalie Meier haben Ausbildungen begonnen, die sich zeitlich mit dem Training für die Bühne nicht mehr vereinbaren lassen.

Ein paar Klassiker durften natürlich nicht fehlen: „Erna & Paula“, die beiden von David Reinn und seinem Bruder Andreas verkörperten flotten Seniorinnen, ließen den Saal mit ihren Geschichten als „Sextouristinnen in Thailand“ jauchzen. Das Eröffnungslied „Madel ist schön“ durfte ebensowenig fehlen wie am Ende der Song „Abends, wenn der Bierhahn kräht“. Die meisten Lacher des Abends aber staubte die „Witzerunde“ des Ensembles „EnCoRuNa-Aha“ ab: ein Stakkato von trockenen, kurzen Zweizeilern ließen die sieben schwarzgekleideten Protagonisten auf die Zuhörer hageln – Spot an, Witz raus, Spot aus, der nächste ans Mikro. „Ruf ich letztens bei meinem Mathelehrer an: Hat der nicht mit mir gerechnet.“ „Ruf ich bei den Weight Watchers an: Nimmt keiner ab.“ „Ruf ich bei der SPD an: Hab ich mich verwählt.“ Und so weiter.

Nun laufen die Vorbereitungen für die Festsitzungs-Programme: Fünf Nächte lang (7., 8., 15., 21. und 22. Februar) geht es in der „Neuen alten Turnhalle“ hoch her. Der Festumzug ist am 23. Februar.

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