Neue Stellplatz-Markierungen für den Hermann-Brill-Platz

Weimar  Die Stadt verspricht einen Zuwachs von 30 bis 48 Stellplätzen. Anwohnerparken im Bahnhofsviertel in Prüfung

Das ungeordnete Parken auf dem Hermann-Brill-Platz (Stadionvorplatz) hat schon manches Fahrzeug komplett blockiert.

Das ungeordnete Parken auf dem Hermann-Brill-Platz (Stadionvorplatz) hat schon manches Fahrzeug komplett blockiert.

Foto: Michael Baar

Mit der Bebauung des einstigen Minolplatzes hat sich die Stellplatzsituation im Bahnhofsviertel spürbar verschärft. Jetzt gibt es erste Anzeichen, dass sich auch der Besuch von auswärtigen Gästen des Bauhausmuseums zusätzlich auf den verbliebenen Stellplätzen zwischen Stadtring und Ebertstraße bemerkbar macht. Die Stadtverwaltung hat deshalb eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die sich mit dem knappen Parkplatz-Angebot beschäftigt.

In der Nördlichen Innenstadt wird derzeit die tatsächliche Nutzung der Stellplätze durch ortsfremde Pkw untersucht. Sollte sich herausstellen, dass diese spürbar das Stellplatzangebot verknappen, soll in den Straßen auch dort Anwohnerparken ausgeschildert werden. Diese Maßnahme war bereits in vergangenen Jahren immer wieder mal angedacht. Sie wurde aber aufgeschoben, weil damit auch Pendler verdrängt werden, für die eigentlich eine Alternative nördlich des Bahnhofs in Aussicht gestellt war.

Den größten Zuwachs an Stellplätzen verspricht die bevorstehende neue Markierung auf dem Hermann-Brill-Platz. Sie war einst farbig für Pkw und Busse aufgebracht und ist längst nicht mehr erkennbar. Seit Jahren ist sie auch nicht erneuert worden, weil man Jahr für Jahr davon ausging, dass die Sanierung des Asbachkanals unter dem Platz unmittelbar bevorsteht. Inzwischen steht aus verschiedenen Gründen fest, dass die Sanierung frühestens im Jahr 2023 erfolgen kann. Für einen Zeitraum von vier Jahren und den Gewinn von täglich 30 bis 48 Stellplätzen lohnt nun der Aufwand von rund 7000 Euro, entschied das Tiefbauamt.

So wird der Platz vom 2. September an für den ruhenden Verkehr gesperrt und mit neuen Markierungen versehen. Die Zahl der Pkw-Stellplätze wächst von jetzt 150 bis 170 auf dann 198. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass Fahrzeuge von vier Seiten zugeparkt werden.

Am nördlichen Rand des Platzes, an der Herbststraße, sollen dabei direkt neben dem Carsharing auch drei Behindertenstellplätze angeordnet werden, weil nur der kurze Abstand zum Gehweg auf dem Betonpflaster überhaupt zumutbar ist. Eigentlich kann der Platz wegen der breiten und tiefen Fugen mit einem normalen Rollstuhl kaum überquert werden. Noch besser als diese Platzierung allein wäre freilich eine provisorische Asphaltdecke für diese drei geschützten Stellplätze.

Für alle Nutzer des Stadionvorplatzes stehen damit zunächst schwere Wochen bevor. Sie müssen sich Alternativen suchen, die es kaum gibt. Denn nach den Markierungsarbeiten bleibt der Platz weiter gesperrt. Dann beginnt das Herbstvolksfest auf dem Hermann-Brill-Platz und wird ihn eine weitere Woche in Beschlag nehmen.

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