Notenbank-Mieter vom Verkauf ausgeschlossen

Weimar  GbR: Die beauftragte Berliner Firma verhandelt nur noch mit den Meistbietenden für die Notenbank weiter

Aus für die Kaufabsichten der Notenbank-Mieter. Am Mittwoch erreichte die GbR auf Nachfrage die Information, dass ihr Gebot im weiteren Verkaufsverfahren keine Berücksichtigung finden wird. Lediglich mit einer kleinen Gruppe Meistbietender solle das Verfahren nun weitergeführt werden, habe die mit dem Verkauf betraute Firma R.O.I. Berlin mitgeteilt. Die Frage der Mietergemeinschaft nach einem Vorkaufsrecht sei weder von der Firma R.O.I. noch von der Heyge-Stiftung beantwortet worden, hieß es am Abend in einer Pressemitteilung.

Am 7. Oktober hatte die von der Mietergemeinschaft der Notenbank gegründete GbR ein offizielles Kaufangebot für die Notenbank eingereicht. Mit der Absage platze nun nicht nur die Idee, die Notenbank in eine Genossenschaft zu überführen. Von der Heyge-Stiftung sei zugleich die Entscheidung für den Maximalerlös und gegen den Erhalt eines öffentlichen Kulturortes getroffen worden.

Eine Woche nach Veröffentlichung des zweiten Städtevergleichs „Kultur und Kreativität“ am 8. Oktober 2019 sieht der Vorstand der GbR in der Entscheidung ein politisch fatales Signal. Denn Weimar war im Vergleich zu den fünf Städten mit den besten schöpferischen und kulturellen Möglichkeiten gezählt worden. Die Kreativwirtschaft brauche aber auch bezahlbare Räume, Infrastruktur und gute Vernetzungsmöglichkeiten, um arbeiten zu können, so die GbR. Sie erhoffe von der Stadt, dass sie Orte wie die Notenbank oder auch die Kreativetage als öffentliche Orte sichere, so Lars Christoph von der Notenbank GbR. – Die Gespräche mit Stadt, Politik und Heyge-Stiftung will die Mietergemeinschaft weiterführen. (red)