Obstbauverein will in Tiefengruben Plastikmüll reduzieren

Tiefengruben  Besucher des Obstmarktes am Samstag sind dazu angehalten, eigenes Besteck und Geschirr mitzubringen

Einmal mehr erwarten die Tiefengrubener Tausende Besucher auf ihrem Obstmarkt.

Einmal mehr erwarten die Tiefengrubener Tausende Besucher auf ihrem Obstmarkt.

Foto: Jens Lehnert

Nach dem Markt ist vor dem Markt: Eine Woche, nachdem Weimar der Zwiebel huldigte, feiert Tiefengruben das Obst. Im Rundlingsdorf steht an diesem Samstag der Obstmarkt an.

Obwohl, so die Erfahrung des gastgebenden Obstbauvereines, die Apfelernte in diesem Jahr nicht ganz so reichlich ausfiel wie im Vorjahr, sei doch wieder sehr schönes Bio-zertifiziertes Obst im Angebot.

Darüber hinaus gibt es Gemüse, Kräuter, Blumen, Säfte, Honig, Liköre, Kuchen und andere nach alten Rezepten hergestellte Köstlichkeiten süßer und herzhafter Natur.

Wer die Sorte des eigenen Obstbaumes bestimmen lassen möchte, kann sich auch diesmal Rat bei Monika und Matthias Möhler am Stand der Lehr- und Versuchsanstalt Erfurt holen. Hier ist es wichtig, dass möglichst drei bis vier Äpfel beziehungsweise Birnen von verschiedenen Seiten des betreffenden Baumes sowie einige Blätter von ihm zur Bestimmung vorgelegt werden.

Frischer Saft aus der Handobstpresse

Auch altes Handwerk wird wieder präsentiert, darunter Holz- und Korbwaren, Keramik, Genähtes, Gefilztes und Gestricktes. Am Stand der Freunde aus Bücheloh im Hof Nr. 30 können die Besucher erstmals in Tiefengruben erleben, wie früher gebuttert wurde.

Für die Kinder stehen die historische Handobstpresse bereit, Bogenschießen im Hof Nr. 42 sowie unter dem Motto „Rüttle mich, schüttle mich“ um 12.30, 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr Märchen-Mitspiel-Angebote mit dem Kieck-Theater Weimar in der Kulturscheune. Musikalisch unterhalten die Gruppe „folk & fiddle“ und das Duo „Liedfass“.

Der Markttag beginnt traditionell um 10 Uhr mit einem Erntedank-Gottesdienst und dem Posaunenchor Bad Berka.

Ein besonderes Anliegen ist es dem Obstbauverein Tiefengruben, auch beim Obstmarkt mitzuhelfen, das Müllaufkommen, insbesondere den Plastikmüll, zu reduzieren. Deshalb bittet er diesmal seine Gäste, doch die gute alte Bestecktasche – sofern noch vorhanden – mit eigenem Besteck und Geschirr mitzubringen. Möglichkeiten, es nach dem Gebrauch abzuspülen, werden unter anderem am Bürgerhaus eingerichtet.

Darüber hinaus werden Getränke in Pfandbechern angeboten. Zudem werden auf dem Obstmarkt auch nachhaltige Produkte wie Bestecktaschen am Stand von Heike Rosenbaum oder spezielle Obstmarktbecher am Stand der Bad Berkaer Töpferin Sylvia Wilke zum Kauf angeboten. „Diesmal ist es sicher noch illusorisch, ganz auf Einwegbesteck verzichten zu können. Aber wir wollen einen Anfang machen“, betonte die Tiefengrubenerin Hella Tänzer.

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