Poetry-Slam und fünf Theater-Stationen begeistern

Weiden.  Die „Expedition Weiden“ auf dem Kirchberg des Buttelstedter Ortsteils erlebt trotz Corona-Einschränkungen eine gelungene zweite Auflage

Eine Schiffskonstruktion auf dem Kirchberg diente wie schon 2019 als Theaterbühne.

Eine Schiffskonstruktion auf dem Kirchberg diente wie schon 2019 als Theaterbühne.

Foto: Konstantin König

Ein positives Fazit haben die Organisatoren des Kunstereignisses „Expedition Weiden“ nach der diesjährigen Auflage gezogen. Trotz der Einschränkungen durch das Corona-Hygienekonzept sei „einmal mehr ein gelungenes Fest der Künste und der Lebensfreude“ zustande gekommen, freuten sich Simone und Jan König sowie Anso Dautz vom Verein zur Erhaltung von Kirche und Kirchberg, der seit 2019 die Verantwortung für das Sommer-Spektakel trägt.

Astrid Krause vom Weimarer Kinderzirkus Tasifan und ihre Assistentin Lina hatten am Freitagabend das 2-tägige Programm eröffnet. Rund 50 Besucher freuten sich an dem Programm, das sie mit Kindern aus dem Dorf sowie der Region um Buttelstedt erarbeitet hatten. Noch mehr Andrang herrschte auf der lauschigen Wiese auf dem Kirchberg, als der folgende Poetry-Slam begann. Für den hatte der junge Weimarer Lyriker Levin Simmet die Creme de la Creme der regionalen Slammer-Szene zusammengerufen. Die präsentierten sich mit eigenen, vielschichtigen Texten den rund 70 Besuchern, die am Ende den Sieger küren durften. Es war eine Siegerin: Stefanie Menschner aus Jena, die unter anderem in der Improvisationstruppe „Das Rababakomplott“ ihr Handwerk lernte, überzeugte am meisten.

Am Samstagabend gab es ein besonderes Erlebnis: Anso Dautz hatte aus fünf Bereichen Darbietungen ausgewählt und als „Theaterparcours“ mit Stationsbetrieb auf dem Berg verteilt. Ein Künstlerkollektiv aus Leipzig mit Stefano de Angelis , Li Kemme , Britta Tränkler, Liesbeth Nenoff und Jan König brachte die rund 40 Besucher zum Staunen und Lachen. Ihren Abschluss erlebte am Samstag auch die Ausstellung mit Werken von Valeria Drotskaja.

Das Hygienekonzept, das der Verein mit dem Gesundheitsamt des Weimarer Landes erarbeitet hatte, funktionierte: „Wir hatten Bedenken, dass es mehr Schwierigkeiten gibt“, so Simone König. „Alle haben sich an die Regeln gehalten.“