„Reformation, Revolution, Reklamation“

Weimar  Luther-Dekade trifft Dada-Dekade beim „Neujahrsempfang“ in der Galerie Markt 21 – Ausstellung und Uraufführung

Luther-Dekade trifft Dada-Dekade: Aufführung der „Treffpunkt Ré“ mit Michael von Hintzenstern (Harmonium) und Daniel Hoffmann (Trompete). Foto: Maik Schuck

Luther-Dekade trifft Dada-Dekade: Aufführung der „Treffpunkt Ré“ mit Michael von Hintzenstern (Harmonium) und Daniel Hoffmann (Trompete). Foto: Maik Schuck

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„Vladi-mir Vladi-mich, Vladi-dir, Vladi-dich...“, stimmte zum Abschluss das Publikum ein. Einen turbulenten „Neujahrsempfang“ zum 6. Themenjahr der Dada-Dekade erlebte am Freitagabend die proppevolle Galerie Markt 21. In der Hauptsache aber drehte sich musikalisch und textlich alles um den Buchstaben „R“, um „Reformation, Revolution, Reklamation“ wie in der Uraufführung der „Etüde in Re“ von Michael von Hintzenstern, stimmlich hoch ambitioniert und mit Emphase artikuliert vom Absurden Chor Weimar. Mit dem Lied von der Nachtigall schlug die japanische Dada-Botschafterin, die Sopranistin Norico Kimura, den Bogen weit zurück zu den frühesten Schöpfungen des Dadaismus, verfasst vom Thüringer Ornithologen Johann Matthäus Bechstein (1757-1822).

Das Duo „Klang-Zeichen“ mit Daniel Hoffmann (Trompete, Flügelhorn) und Michael von Hintzenstern (Harmonium) intonierte den „Treffpunkt Ré“ (Ton D). Mit der „Dada-Dekade 2012- 2022“ geht es den Veranstaltern, der Galerie Markt 21 und dem Verein „Klang Projekte Weimar“, nicht um kollektive Denkmalpflege, sondern um eine Mobilisierung der schöpferischen Kräfte, die heute in der „freien Szene“ existieren. Ein inspirierender Abend, der zusätzlich bereichert wurde durch die Ausstellung „RiRaRutsch“ des Ideenmillionärs Richard von Gigantikow, letzter „Dadaist des wilden Ostens“. ,

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