Regionale Milch, frisch von der Tankstelle

Weimar  Ab sofort können Weimarer frische Milch an Tankstelle im Kaufland in der Humboldtstraße zapfen. Bei den Kunden kommt das offenbar gut an

Justus Lattke von der Agrargesellschaft Pfiffelbach erklärt Manuela Reuße die neue Milchtankstelle. Der Geschmack der Kostprobe hat sie überzeugt.

Justus Lattke von der Agrargesellschaft Pfiffelbach erklärt Manuela Reuße die neue Milchtankstelle. Der Geschmack der Kostprobe hat sie überzeugt.

Foto: Friederike Vogel

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Über 600 Liter sind in den vergangenen sieben Tagen schon durch sie hindurchgeflossen, seit gestern ist sie offiziell eröffnet. Die neue Milchtankstelle im Weimarer Kaufland ist der fünfte Automat in der Region und der erste in Weimar, an dem Kunden frische Milch selbst zapfen können. Wiederverwendbare Glasflaschen gibt es im Automaten gleich nebenan.

„Die Flaschen sind eigentlich das Beste“, sagt Renate Freihoff, die die Milch am Vortag schon gekostet hat und nun gleich eine ganze Flasche mitnimmt: „Da muss ich nicht so viel Verpackung mitkaufen, die ich dann wegschmeiße.“ 1,40 Euro kostet der Liter, die passende Glasflasche gibt es für 50 Cent. Die können die Kunden zu Hause waschen und beim nächsten Abfüllen noch einmal benutzen. Für wen der ganze Liter Milch zu viel ist, der kann auch sein eigenes Gefäß zum Abfüllen nutzen und die gewünschte Menge individuell dosieren.

Die Milch kommt von den 900 Kühen der Agrargesellschaft Pfiffelbach, die für die Belieferung der Milchtankstellen extra eine neue Molkerei gebaut hat und so auch kleinere Mengen Milch pasteurisieren und abfüllen kann. „Die Rückmeldungen, die uns von den Kunden erreichen, sind durchweg positiv“, sagt Justus Lattke, der in der Agrargesellschaft für die Milchtankstellen verantwortlich ist. Vom Kuhfutter bis zum Direktverkauf an den Tankstellen macht die Agrargesellschaft alles selber. „Diese Regionalität schätzen die Kunden, da ist das Produkt fast zweitrangig“, so Lattkes Erfahrung.

Aber auch der Geschmack der frischen Milch kommt gut an: „So frische Milch, direkt von der Kuh, darüber freue ich mich sehr, das hat mir hier schon lange gefehlt“, sagt Manuela Reuße, die nach dem Einkaufen auch noch eine Flasche Milch für sich mitnimmt.

Das Ziel sei es, mindestens 100 Liter am Tag an einem Automaten zu verkaufen, sagt Justus Lattke, sonst würde es sich nicht rechnen. Alles, was in den Automaten übrig bleibt, bekommen die Kälbchen – sonst müsste es weggeworfen werden.

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