Saller importiert Stahlbauweise für neuen Markt in Weimar

Weimar.  Als Stahlkonstruktion, die in Deutschland sonst eher für provisorische Märkte üblich ist, entsteht in der Industriestraße ein neuer Baumarkt.

Auf dem Gelände des ehemaligen VEB Uhrenwerk an der Industriestraße lässt die Firma Saller-Bau einen neuen Markt in Stahlbauweise errichten.

Auf dem Gelände des ehemaligen VEB Uhrenwerk an der Industriestraße lässt die Firma Saller-Bau einen neuen Markt in Stahlbauweise errichten.

Foto: Susanne Seide

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Auf das Gelände des ehemaligen Uhrenwerkes an der Industriestraße ist Bewegung gekommen. Die Saller-Gruppe geht dort ihr nächstes Bauprojekt im Weimarer Norden an. Wo bis vor kurzer Zeit noch eine Mauer aus VEB-Zeiten mit dem markanten kreisförmigen Ausschnitt gestanden hat, laufen die Arbeiten für einen Neubau. Zu sehen ist bereits die Bewehrung für das Fundament, auf dem eine Stahlbaukonstruktion entsteht.

Die Idee, keinen üblichen Markt in Massivbauweise errichten zu lassen, ist den exorbitant in die Höhe geschnellten Preisen am Bau geschuldet. Um das Gelände wirtschaftlich nutzen zu können, importierte Saller-Bau die hierzulande nur für Ausweich-Verkäufe übliche Stahlbauweise. Diese ist aber zum Beispiel in Kanada durchaus auch für dauerhafte Lösungen üblich und natürlich deutlich preisgünstiger als ein Massivbau, erläuterte auf Anfrage unserer Zeitung Saller-Projektentwickler Andreas Barth.

Größter Nutzer der insgesamt rund 3100 Quadratmeter Stahl-Verkaufshalle mit Innenverkleidung wird der „Sonderpreis Baumarkt“. Gegründet von zwei Brüdern 1998 auf einer Fläche von 100 Quadratmetern im bayerischen Uckersdorf, zählt das Unternehmen inzwischen auf Franchise-Basis bundesweit mehr als 100 Märkte. Die Kette ist bei Handwerkern beliebt, weil sie zum Beispiel Schrauben, Muttern & Co. sehr günstig zum Kilogramm-Preis anbietet. Zum Sortiment – wie es auch ein Markt in Blankenhain bereits führt – gehören Produkte für Garten und Freizeit, Technik und Werkzeug, Renovieren und Wohnen sowie Deko-Artikel.

In den Neubau wird auch der benachbarte „Fressnapf“ einziehen. Er nutzt derzeit das Gebäude von Weimars erstem neu gebauten Lidl-Markt an der Ecke von Rießner- und Industriestraße. Dieses soll nach der Einweihung des Neubaus, in den auch der Billig-Non-Food-Händler „Tedi“ einziehen soll, abgerissen werden und die Fläche künftig als Parkplatz dienen. Die Eröffnung des neuen Marktes ist für Juni kommenden Jahres geplant.

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