Schonende Kampfkunst in Magdala

Magdala.  Zwei Blankenhainer Vereine richteten den Landeslehrgang in der gesundheitsorientierten Kampfkunst „Kenko Kempo Karate“ aus.

In Magdala wurde der Thüringer Landeslehrgang im Kenko Kempo Karate ausgerichtet.

In Magdala wurde der Thüringer Landeslehrgang im Kenko Kempo Karate ausgerichtet.

Foto: Karateverein Drößnitz

Mit fünf erfolgreichen Gürtelprüfungen – vom gelb-weißen Gürtel bis zum Schwarzgurt und dem 2. Dan (Meistergrad) – ging der zweite Thüringer Landeslehrgang in der gesundheitsorientierten Kampfkunst „Kenko Kempo Karate“ in Magdala zu Ende. Eingeladen hatten hierzu zum Ausklang des Jahres die Kenko-Kempo-Karate-Organisation, ein in Blankenhain ansässiger Fachverband für altersgerechte Kampfkunst, sowie der Karateverein Drößnitz.

Neben Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Thüringen konnten auch Gäste aus Bayern und Niedersachsen begrüßt werden. Die Organisatoren und teilnehmenden Kampfsportler freuten sich besonders, dass der Stilrichtungsgründer des Kenko Kempo Karate, Großmeister Erich B. Ries, persönlich vor Ort war und eine Trainingseinheit durchführte. Ries ist Träger des 8. Meistergrades. Der Niedersachse praktiziert seit 1977 Karate. In Magdala gab einen Einblick die große Bandbreite des von ihm entwickelten Kenko Kempo Karate, die von Entspannungsübungen bis zur Selbstverteidigung reichte. Für eine zweite Trainingseinheit konnte Andreas Richter vom Verein „Yiquan“ aus Erfurt gewonnen werden, der eine Einführung in diese chinesische Kampfkunst anbot. Prüfer war der Schwarzaer Stefan Wogawa, Träger des 5. Dan.

Kenko Kempo Karate (übersetzt „Weg der Faust für die Gesundheit“ kombiniert klassische Selbstverteidigungs-Techniken aus dem Karate, Kung-Fu, Taekwondo, Ju-Jutsu, Ji-Jitsu und Krav-Maga mit QiGong-Übungen. Im Kenko Kempo wird bewusst auf möglicherweise gelenkschädigende Techniken sowie auf eine zu starke Belastung des Herz-Kreislauf-Systems verzichtet. Dadurch ist dieser Karate-Stil auch geeignet für Menschen in höherem Alter und solche mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Er richtet sich ebenso an Späteinsteiger, ehemalige Kampfkünstler, für die sportliche Stile inzwischen eine zu große körperliche Belastung darstellen, sowie an Menschen ohne Wettkampfambitionen, die sich fit halten und verteidigen können möchten.

Die größte Trainingsgruppe existiert im Karateverein Drößnitz. Neben Gruppen in Deutschland gibt es erste Angebote auch in Österreich und den Niederlanden. Ein von Ries und Wogawa verfasstes Lehrbuch wird aktuell ins Niederländische übersetzt.

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