Schranken in Großobringen und Wohlsborn werden montiert

Wohlsborn.  Die Sperrung des Plattenweges zwischen Großobringen und Wohlsborn ist nach langen und heftigen Streitigkeiten nunmehr beschlossene Sache.

Die Großobringer Seite des Plattenweges: An dieser Stelle wird demnächst eine Schranke die Zufahrt verhindern.

Die Großobringer Seite des Plattenweges: An dieser Stelle wird demnächst eine Schranke die Zufahrt verhindern.

Foto: Michael Grübner

Die Tage der freien Durchfahrt auf dem maroden Plattenweg zwischen Großobringen und Wohlsborn sind endgültig gezählt: Nach Abstimmung mit der Unteren Verkehrsbehörde des Weimarer Landes und einer Videokonferenz mit Susanna Karawanskij, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, hat die Landgemeinde Am Ettersberg am Mittwoch zwei Anlagen mit verschließbaren Schranken für insgesamt 2300 Euro bestellt. Nach Lieferung, voraussichtlich in der kommenden Woche, wird der Bauhof der Landgemeinde diese Schranken umgehend montieren – eine in Großobringen unweit der Tankstelle, die andere am Ostrand des Wohlsborner Neubaugebietes.

Der Plattenweg war während der Straßensanierung in Altschöndorf ins öffentliche Blickfeld gerückt, weil durch die Nutzung als Schleichweg das Verkehrsaufkommen deutlich stieg. Auf der einen Seite stehen seitdem Nordkreis-Bewohner, die den Weg weiter nutzen wollen, und genervte Anwohner in Wohlsborn, die sich in einer verkehrsberuhigten Zone wähnten. Die war zwar beschildert, aber verkehrsrechtlich nie genehmigt. Nach Vollzug der Sperrung wird die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt das nachholen – die im Februar abmontierten „Spielstraßen“-Schilder kommen dann wieder an ihren Platz.

Im Zuge des Hin und Her habe sich letztlich herausgestellt, dass es sich bei dem Plattenweg um eine nicht öffentlich gewidmete sogenannte Privatstraße handele, so Landgemeinde-Bürgermeister Thomas Heß. Besitzer sei die Kommune. Sie nutzt jetzt ihr Hoheitsrecht: Künftig können nur Radfahrer an den Schranken vorbei, und landwirtschaftliche Betriebe bekommen bei Bedarf den Schlüssel.