Schwungvolle Premiere für das „Schneiderlein“ in Schwerstedt

Schwerstedt.  Das 20. Weihnachtsmärchen der Schwerstedter Theatermäuschen hat eine erfolgreiche Premiere im Gemeindesaal gefeiert.

Mit einem Kanten Brot, einem stinkenden Käse und einem Vogel im Gepäck ging das „Schneiderlein“ alias Amelie Knauff (r.) auf Wanderschaft.

Mit einem Kanten Brot, einem stinkenden Käse und einem Vogel im Gepäck ging das „Schneiderlein“ alias Amelie Knauff (r.) auf Wanderschaft.

Foto: Michael Grübner

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Der Spitzbart wollte nicht so recht halten: Immer wieder fasste sich Amelie Knauff reflexartig ins Gesicht, um das Herunterfallen des angeklebten Requisits zu verhindern. Ansonsten feierte die neunjährige Schwerstedterin am Mittwochnachmittag im Gemeindesaal eine schwungvolle Premiere in ihrer ersten Titelrolle: Sie verkörperte „Das tapfere Schneiderlein“ im diesjährigen Weihnachtsmärchen der Schwerstedter Theatermäuschen, dem 20. seit dem ersten Auftritt 1999. Rund 40 Mitglieder des heimischen Seniorenclubs und dazu knapp 20 Gäste aus der Berlstedter Tagespflege waren ein dankbares und gut gelauntes Publikum. Auch Regisseurin Astrid Wendland war mit der Premiere zufrieden: „Trotz aller Aufregung, weil ja viele Omas und Opas der Mitwirkenden im Publikum saßen.“

Mit zehn Darstellern war die Truppe diesmal etwas kleiner als in früheren Jahren. Mit der Krautheimerin Emma Hochstein als zickige Prinzessin und Jessica Roth aus Schwerstedt als eine ihrer Hofdamen wirkten zwei Neue mit. Die beiden Ältesten im Team, Carmen Bartelt und Helga Schröpfer, spielten sogar Doppelrollen: als rauflustige Riesen sowie als Einhorn und Wildschwein. Jennifer Wendland, Tochter der Regisseurin und schon als Vierjährige zur Premiere 1999 mit einem Gedicht vertreten, spielte gestern nicht mit, steht aber als „Backup“ immer bereit, falls jemand kurzfristig ausfällt.

Das Vorprogramm bestritt Nina Schlegel: Die Tochter der Buttelstedter Friseurmeisterin ist auch schon bei „The Voice Kids“ aufgetreten, gehörte in den sechs Jahren zuvor zum Ensemble der Theatermäuschen und fand diesmal wegen schulischer Pflichten nicht die Zeit zum Proben. Sie sang stattdessen zwei Lieder mit ihrer Gitarre zur Einstimmung, bevor Astrid Wendland in einer kurzen Ansprache an 20 bewegte Jahre erinnerte und allen Mitwirkenden dankte.

Darunter war auch ihr Bruder Holger Weist, der allerdings diesmal fehlte: Der Gemeindearbeiter und Kulissenbauer der Theatermäuschen hatte zwar auch am diesjährigen Bühnenbild mitgewirkt, ist aber seit einer Hüft-Operation Mitte November außer Gefecht. Zu einer der beiden großen, öffentlichen Vorstellungen für das Dorf und alle sonstigen Interessierten am 20. und 21. Dezember will er dennoch auftauchen. Sylvia Horstmann wird an diesen Nachmittagen jeweils vor den Vorstellungen an einem Verkaufsstand heiße Waffeln mit Apfelmus oder Nutella, Kaffee, Glühwein und Kinderpunsch anbieten. Im Anschluss gibt es auch die Möglichkeit zum Abendessen – der Rost brennt.

Die Termine für die weiteren Vorstellungen: Donnerstag, 12. Dezember (Senioren aus Mittelhausen und Weimar), Dienstag und Mittwoch, 17. und 18. Dezember, für mehrere Kindergärten der Region, Samstag und Sonntag, 21. und 22. Dezember, offen für alle Interessierten, Beginn jeweils 16 Uhr.

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