Sturm verursacht Sperrungen im Südwesten des Weimarer Landes

Weimar.  Wegen akuter Holzbruch-Gefahr konnten die Feuerwehren viele beim Sturm umgestürzte Bäume zunächst nicht von den Straßen holen.

Nahe München gelang es der Bad Berkaer Feuerwehr noch, einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn zu holen. 

Nahe München gelang es der Bad Berkaer Feuerwehr noch, einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn zu holen. 

Foto: Stefan Eberhardt

Die heftigsten Böen von Orkantief „Sabine“ waren erst für die Nacht angekündigt. Doch schon am Sonntagabend verursachte der Sturm insbesondere im Weimarer Land Schaden. Das Straßenbauamt war bereits gegen 18 Uhr auf der B7 am Abzweig nach Hopfgarten gefragt, um ein abgeknicktes Straßenschild sichern zu lassen. Am Ortsausgang von Kranichfeld in Richtung Hohenfelden musste die Feuerwehr zu dieser Zeit einen Baum aus dem Weg räumen, der über die Fahrbahn gestürzt war.

Der Süden und der Südwesten des Landkreises bekamen den Sturm auch in den Folgestunden besonders heftig zu spüren. Auf der Bundesstraße zwischen Bad Berka und München brach ein Baum um, den die Feuerwehr noch beseitigen konnte. An anderer Stelle mussten die Einsatzkräfte die Stämme auf den Fahrbahnen liegen lassen. Das Risiko war schlichtweg zu groß, dass noch weitere Bäume umbrechen und Menschen verletzt werden. Gleich jeweils mehrere umgestürzte Bäume machten es deshalb erforderlich, den Gutendorfer Kreisverkehr und seine Zubringer, die Landstraße zwischen Kranichfeld und Hohenfelden sowie die Straße zwischen Tonndorf und München vorübergehend zu sperren. Erst mit dem Ende des Sturms sollten hier die Aufräumarbeiten fortgesetzt werden.

Der Norden und der Osten des Weimarer Landes blieben von gravierenderen Sturmfolgen zumindest bis zum späteren Abend verschont. In der Region Apolda hatte die Feuerwehr an der Poche Holzbruch von der Bundesstraße zu entfernen. Darüber hinaus waren der Rettungsleitstelle bis gegen 22 Uhr keine größeren Einsätze nördlich der A4 bekannt.

Auch die Stadt Weimar kam bis dahin mit einem blauen Auge davon. Die Feuerwehr musste gegen 18.30 Uhr ausrücken, als erste stärkere Böen aus Fensterrahmen an der Falk-Grundschule am Rathenauplatz die Taubengitter abgerissen hatten. Bis nach 22 Uhr blieb das der einzige sturmbedingte Einsatz für Weimars Wehr. Passanten in der Bodelschwinghstraße fanden vorm dortigen Nahkauf bereits am späten Nachmittag einen abgeknickten Straßenbaum, der im Fallen aber zum Glück keinen weiteren Schaden anrichtete und keinen akuten Einsatz erforderte.

Die Klassik-Stiftung Weimar hat derweil aufgrund der Sturmwarnung gebeten, ihre historischen Park- und Gartenanlagen vorerst nicht zu betreten. Obwohl die Stiftung an ihrem historischen Baumbestand alle für die Verkehrssicherheit relevanten Bedingungen erfüllt habe, sei das Risiko nicht auszuschließen, dass Bäume oder zumindest einzelne Äste brechen.