Thüringer Innovationspreis: Material für Batterien von Elektroautos aus Weimar

Weimar  Am 27. November wird der Thüringer Innovationspreis verliehen. Wir stellen ausgewählte Bewerber vor, die die Jury auf die Longlist gewählt hat. Die Weimarer Firma Ibutec schafft mit Partnern die Grundlage für sichere Akkus.

Ein Mitarbeiter überprüft in der Werkhalle der Ibutec in Weimar einen Behälter des Pulsationsreaktors.

Ein Mitarbeiter überprüft in der Werkhalle der Ibutec in Weimar einen Behälter des Pulsationsreaktors.

Foto: Candy Welz

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Die Elektromobilität ist derzeit in aller Munde – nach Jahren der Zurückhaltung sind inzwischen auch alle großen deutschen Autokonzerne auf den Zug aufgesprungen und investieren in neue Modelle mit Batterieantrieb. Doch gerade diese Zellen bereiten einigen Akteuren Kopfzerbrechen. Die begrenzte Reichweite der Fahrzeuge spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Beschaffung der notwendigen Metalle für die Herstellung der Batterien und deren umweltgerechte Entsorgung. Genug Themen also für Forschungen auf diesem Gebiet.

Mit ihren rund 160 Beschäftigten, von denen 28 in der Forschung und Entwicklung tätig sind, hat die Firma Ibutec Advanced Materials AG in Weimar gemeinsam mit Partnern ein innovatives Herstellungsverfahren für die industrielle Produktion von Lithium-Eisen-Phosphat als Kathodenmaterial für Batterien entwickelt. Das mithilfe eines neuen, kontinuierlichen Verfahrens erzeugte Batteriematerial bringt Leistungsvorteile gegenüber herkömmlichem Material. Daraus hergestellte Batterien zeichnen sich insbesondere durch eine höhere Leistungsdichte und gleichmäßigere Ladevorgänge aus. Im mobilen Einsatz erhöht dies nach Angaben des Weimarer Unternehmens beispielsweise die Reichweite von Fahrzeugen. Darüber hinaus verlängere sich die Lebensdauer der Batterien, die, aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung (ohne Nickel und Kobalt), schon grundsätzlich als umweltfreundlich gelten und dank ihrer thermischen und chemischen Stabilität, auch besonders sicher sind.

Kern des Verfahrens ist eine neue Herstellungsroute, durch die vorteilhaftere Partikeleigenschaften des Pulvers etwa bei Partikelgröße und Zusammensetzung erreicht werden können, die letztlich die Eigenschaften des Materials nachhaltig verbessern.

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