Traditionelle Reihe in Weimar würdigt Martin Luther King

Diese Aufnahme entstand 2018 beim Gedenken an Martin Luther King mit Margot Käßmann in der Weimarer Jakobskirche.

Diese Aufnahme entstand 2018 beim Gedenken an Martin Luther King mit Margot Käßmann in der Weimarer Jakobskirche.

Foto: Maik Schuck / Archiv

Weimar.  Gespräch, Gottesdienst und Film erinnern nach dessen Geburtstag am 15. Januar an den Prediger und Bürgerrechtler.

An eine Tradition zu Ehren von Martin Luther King knüpft die evangelische Kirchengemeinde auch in diesem Jahr wieder an. „Im Jahr 2014 wurde anlässlich des 50. Jahrestags von Kings Besuch in Ostberlin und 25 Jahre nach der friedlichen Revolution eine Predigt- und Veranstaltungsreihe zum Gedenken an Martin Luther King begonnen“, erinnerte der Pfarrer und Theologie-Professor Michael Haspel. Kings Theologie und sein Ansatz des gewaltfreien Protestes gegen Rassismus und Krieg, für Gerechtigkeit und Frieden sei vielen in den Kirchen der DDR und auch Menschen heute eine Inspiration.

In diesem Jahr stehe das Gedenken zu Kings Geburtstag am 15. Januar unter dem Leitwort des Propheten Amos: „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ Diese Vision sei eine wichtige theologische Quelle von Kings Engagement.

Unter dem Leitwort spricht Rainer Kessler am Samstag, 22. Januar, ab 18 Uhr in der Eckermann-Buchhandlung über die Religions- und Sozialkritik des Propheten. Am 23. Januar ab 10 Uhr schließt sich in der Jakobskirche ein Gedenkgottesdienst mit dem Gospelchor Magdala an. Abschließend läuft am 24. Januar ab 19 Uhr im Kino Mon Ami samt Einführung der Film „Judas and the Black Messiah“. Es gelten die Corona-Bestimmungen.