Turnen: HSV Weimar auch bei Premiere unschlagbar

Weimar  Die Landesliga-Männer des HSV Weimar werden zum fünften Mal in Folge Thüringenmeister und überzeugten beim Score-Wettkampf

Allen Grund zur Freude, auch zusammen mit der Familie, hatten die Weimarer Turner nach ihrem fünften Landesmeistertitel in Folge. Foto: Verein

Allen Grund zur Freude, auch zusammen mit der Familie, hatten die Weimarer Turner nach ihrem fünften Landesmeistertitel in Folge. Foto: Verein

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Den bereits fünften Landesmannschaftsmeister-Titel in Serie gewann das Ehringsdorfer Turnteam des HSV Weimar am Samstag in Jena. Finalgegner MTV Erfurt hatte an allen Geräten das Nachsehen. Parallel dazu siegte der Gastgeber von der TsG Jena mit der ersten Mannschaft vor der eigenen zweiten. Platz fünf sicherte sich der TGV Waltershausen gegen die Turngemeinschaft Gotha/Ilmenau.

In diesem erstmals so ausgetragenen Finale, das vor allem durch Weimars Kapitän Sebastian Merker vorgeschlagen und durchgeführt wurde, zeigte sich die HSV-Vertretung als reifere und ausgeglichenere Mannschaft. Nur zu Beginn konnten die Erfurter in Führung gehen, ab dem vierten Duell am Boden baute das Ehringsdorfer Turnteam seine Führung immer weiter aus. Am Ende triumphierten die Titelverteidiger überlegen mit einem Ergebnis von 52:14 Score-Punkten.

Zwei Turner jeder Mannschaft treten in dieser Wettkampfform, die auch so in der Kunstturn-Bundesliga durchgeführt wird, gegeneinander an. Dabei entscheiden beide Mannschaften, welcher Starter jeweils vorlegt und wer den Vergleich abschließt. Die Differenz der Endwerte beider Übungen sorgt für die sogenannten Score-Punkte für die Mannschaft des erfolgreicheren Turners. Von 24 Duellen im Wettkampfverlauf verloren die Weimarer lediglich sieben, so dass Tobias Grünewald zum Topscorer des Finales avancierte. Mit 16 Score-Punkten folgte ihm sein Mannschaftskamerad Nils Bunge. Björn Schneider und Sebastian Merker errangen je acht Scores, wobei Björn in jedem seiner beiden Duelle punktete. Peter Bongartz erturnte für sein Team drei Score-Punkte, Florian Merker ging leer aus, zeigte aber an den Ringen beispielsweise einen Salto-Abgang mit zusätzlicher ganzer Längsachsendrehung.

Motiviert, aber auch sehr viel Ruhe ausstrahlend, ging das Sextett des HSV in den Wettkampf. Auch die Konkurrenten vom MTV Erfurt wurden unterstützt, so dass sich eine faire Finalstimmung aufbaute, in der die Zuschauer in der Turnhalle „Am Stadion“ begeisternde und zum Teil hochwertige Übungen sahen. Die setzte sich fort, als der alte und neue Landesmannschaftsmeister zur Saisonabschlussfeier einlud. Gemeinschaftlich, in großer Runde, klang der Wettkampftag kulinarisch und sportlich aus und alle Beteiligten freuen sich bereits jetzt auf den Beginn der neuen Saison. Auch da dürften die Goethestädter wieder Favorit sein.

Zuvor absolvierte auch die Jugendliga ihren letzten Saisonauftritt. Erwartungsgemäß platzierte sich die Auswahl des HSV auf Rang vier. Den letzten Wettkampftag entschied der Gastgeber von der TsG Jena knapp vor dem MTV Erfurt und dem SV Schwarza für sich. Auf Platz fünf landeten die Turner des TGV Waltershausen, auf Platz sechs folgten die Jungen des TV 1882 Dingelstädt. Für die Jugendliga wurde entschieden, nicht nach dem Score-System zu turnen. Und so wurden wie bisher die drei besten von vier Übungen am Gerät addiert und die Gerätwertungen an Boden, Pauschenpferd, Ringen, Sprung, Barren und Reck summiert.

Da an diesem Tag erstmals alle zehn Weimarer Turner einsatzbereit waren, wurden die Geräteeinsätze verteilt. Hervorzuheben aus Sicht des HSV war der Sieg von Karl Pietschmann an den Ringen und die sehr gute Bodenübung von Malte-Maxim Angelstein, mit der er auch schon in der Landesliga bestehen könnte.

Zur Mannschaft in der abgelaufenen Saison, in der sich das Team von Trainer und HSV-Abteilungsleiter Denis Gladziewski in der Jugendliga etabliert hat, gehörten weiterhin Josef Schaarschmidt, David Göricke, Max Meersteiner, Jonas Renno, Aaron Bodechtel, Hannes Parius, Justus Schmiedel und Henry Elke.

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