Überraschung: City Skyliner doch drei Monate in Weimar

Weimar.  Mit ihrem Hygienekonzept kann die höchste mobile Aussichtsplattform der Welt trotz Corona gastieren.

Auf bis zu 76 Meter Höhe steigt die Gästekabine über die Dächer der Stadt und gewährt einen unvergleichlichen Ausblick.

Auf bis zu 76 Meter Höhe steigt die Gästekabine über die Dächer der Stadt und gewährt einen unvergleichlichen Ausblick.

Foto: Ingo Lammert

Damit hatte niemand mehr gerechnet: Der City Skyliner, die höchste mobile Aussichtsplattform der Welt, kommt doch in diesem Jahr nach Weimar. Vom 10. Juli an wird sie für drei Monate auf dem Goetheplatz stehen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Möglich wird das lange Gastspiel durch ein bestätigtes Hygienekonzept des Betreibers, das sogar den Segen des Robert-Koch-Instituts haben soll, und durch den am Dienstag mit der Stadt Weimar geschlossenen Vertrag über den Standort gegenüber der Hauptpost.

Noch Mitte April hatte die Stadtverwaltung keine Chance mehr gesehen, der 81 Meter hohen Attraktion noch in diesem Jahr einen Aufbau in Weimar zu ermöglichen. Doch seitdem die Pandemie-Eindämmung von der Komplettabschottung zu zielgenauen Gegenmaßnahmen übergegangen ist, wuchsen auch die Chancen des City Skyliners wieder. So soll die 60 Personen fassende Kabine nur maximal 30 statt 60 Personen aufnehmen. Markierungen am Boden geben den Mitfahrenden Orientierung für ihren Platz. Da sich die Kabine dreht, muss niemand um fehlende Rundumsicht bangen. Auch für Lüftung und Desinfektion seien konkrete Festlegungen getroffen.

Weimar ist die erste Station in diesem Jahr für den Skyliner

Für den Skyliner ist Weimar die erste Station in diesem Jahr. Nach dem Aus für Veranstaltungen schien 2020 für die Firma, die ihre Standorte bis zu zwei Jahre im Voraus planen kann, gelaufen zu sein. So zeigte sich Geschäftsführer Thomas Schneider zur Vertragsunterzeichnung mit Oberbürgermeister Peter Kleine am Dienstag auch durchaus froh über das Ergebnis. „Wir sind für Mitarbeiter und Gäste verantwortlich“, sagte Schneider. „Deshalb haben wir uns auch den zusätzlichen Maßnahmen der Covid-19-Vorsorge gestellt.“ Die Firma nennt den Standort Weimar einen „Segen“. Für den Sommer erwartet sie zwar weniger ausländische Gäste, aber dafür mehr deutsche Touristen in Weimar.

Eigentlich sollte der City Skyliner im Sommer 2020 in Innsbruck stehen. Das Gastspiel dort ist nur in zweiter Linie an der Covid-19-Pandemie gescheitert: Am vereinbarten Standort hätte der Aussichtsturm aber um 30 Meter in den Sicherheitsbereich der Einflugschneise für den Innsbrucker Flugplatz hineingeragt, verriet Erhard Skupch, der Marketingmann der Firma.

Dieses Risiko gibt es in Weimar nicht. Doch: „Corona ist nicht verschwunden. Wir haben die Pandemie aber so weit im Griff, dass sich Weimar auch wieder ein paar Dinge leisten kann, die den Menschen Freude machen“, begründete Bürgermeister Ralf Kirsten, der sowohl den Corona-Stab leitet als auch den Stopp des Skyliners in Weimar von Stadtseite begleitet hat.

Der Aufbau der Aussichtsplattform beginnt am 4. Juli. Binnen einer Woche soll der 270 Tonnen schwere Turm stehen.

City Skyliner kommt doch nach Weimar

Weimar sucht einen Platz für den City-Skyliner