„3D-Selfie“ an der Bauhaus-Uni begeistert Tataren-Präsidenten

Weimar  Gäste aus der rohstoffreichen autonomen Russischen Republik Tatarstan informieren sich über technische Möglichkeiten auf dem Sektor der Virtuellen Realität.

Das sind tatsächlich wir: Rustam Minnichanow, Präsident von Tatarstan, im Bauhaus-Uni-Labor. Foto: Michael Grübner

Das sind tatsächlich wir: Rustam Minnichanow, Präsident von Tatarstan, im Bauhaus-Uni-Labor. Foto: Michael Grübner

Foto: Michael Grübner

Die technischen Möglichkeiten der Bauhaus-Universität auf dem Sektor der Virtuellen Realität begeisterten gestern die Delegation aus der russischen Republik Tatarstan in Weimar. Ein Bauwerk (in diesem Fall eine Schloss-Anlage) von außen und innen erkunden, die eigene Gruppe als Hologramm sehen, sich selbst quasi die Hand geben, ein „3D-Selfie“ knipsen – das alles bekamen Präsident Rustam Minnichanow und seine Begleiter im „Virtual Reality Lab“ auf dem Campus-Gelände geboten.

Tatarstan ist eine der reichsten der autonomen Republiken in der Russischen Föderation. Thüringen unterhält seit einigen Jahren rege Beziehungen zur Republik am östlichen Rand des europäischen Teils von Russland. Rustam Minnichanow war bei seinen bisherigen Besuchen im Freistaat 2013 und 2016 bereits in Weimar zu Gast. Gestern lernte er mit OB Peter Kleine und Uni-Präsident Winfried Speitkamp bei der Begrüßung zwei Männer kennen, die damals noch nicht im Amt waren. Er und Ministerpräsident Bodo Ramelow lernten sich 2016 beim Besuch einer Thüringer Delegation in Kasan kennen.

Der informative Teil des Programms in Weimar hatte am Vormittag im Oberlichtsaal des Uni-Hauptgebäudes begonnen. Uwe Plank-Wiedenbeck, Professor für Verkehrssystemplanung, sprach dort zunächst über „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Bauwesen“. Sein Kollege Kay Smarsly konkretisierte das Thema mit Beispielen für praktische Anwendungen. Wie es beispielsweise gelingen kann, ein schwingendes System (übertragbar etwa auf ein Hochhaus) mittels intelligenter Sensortechnik und hydraulischem Ausgleich binnen weniger Sekunden zum Stillstand zu bringen, beeindruckte auch die tatarischen Gäste. Diese hatten sich diese Themen wie auch die Vorführung der virtuellen Realität ganz gezielt für ihr Thüringen-Besuchsprogramm ausgesucht.

Beim anschließenden Wirtschaftsforum im Hotel Elephant spielten Unternehmen aus der Kulturstadt und aus dem Weimarer Land allerdings keine Rolle – der Schwerpunkt der Gäste lag auf anderen Regionen wie Erfurt oder Ilmenau. Nach einem Mittagessen im Elephant ging die Tour weiter nach Erfurt.

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