Weimar bietet unentdeckten Talenten eine Chance

Weimar  Eine Mach-mit-Ausstellung gibt es am Wochenende in der ACC Galerie. Kunstinteressierte Menschen tragen mit ihren Kunstwerken zum Gelingen bei

Mach-mit-Ausstellung in der ACC Galerie (v.l.): Anneke Wieduwilt, Anne Jahn, Ulrike Mönnig, Galerist Frank Motz und Karin Schmidt

Mach-mit-Ausstellung in der ACC Galerie (v.l.): Anneke Wieduwilt, Anne Jahn, Ulrike Mönnig, Galerist Frank Motz und Karin Schmidt

Foto: Christiane Weber

Zum ersten Mal in der Geschichte der ACC Galerie sind alle kunstinteressierten Menschen der Stadt eingeladen, eine Ausstellung selbst mit zu gestalten und mit ihren Kunstwerken zum Gelingen beizutragen. Am heutigen Freitag, ab 12 Uhr können von ihnen oder anderen produzierte, in Besitz befindliche, gefundene oder erfundene Kunstwerke in der Galerie am Burgplatz abgegeben werden – seien es Gemälde, Fotografien, Texte, Objekte, Installationen oder anderes. Mit diesen Objekten gestalten kunstinteressierte Gäste am morgigen Samstag ab 10 Uhr eine Ausstellung, die am Abend um 19 Uhr eröffnet wird.

Die Idee von Janek Müller wurde von ACC-Galerist Frank Motz gern aufgenommen. „Kunst ist ja eigentlich keine demokratische Angelegenheit. Eine Galerie entscheidet, welcher Künstler, welche Künstlerin ausgestellt wird“, sagt Ulrike Mönnig, „Dieses Prinzip wird hier gekippt und die Galerie drei Tage lang für das geöffnet, was Kunstfreunde bringen.“ Was Kunst ist, entscheidet also der Bürger. Das verlangt von den Galeristen Mut. Denn ob und welche Resonanz die Idee findet, ist nicht kalkulierbar. „Wir sind sehr gespannt und für alle Überraschungen zu haben mit einer Ausnahme: Diskriminierendes wird nicht gezeigt“, sagt Ulrike Mönnig. Die Teilnehmenden können Werke präsentieren, ohne bewertet zu werden. Gleichzeitig wissen sie sich im ACC mit seiner 30-jährigen Galeriegeschichte kompetent aufgehoben.

Das Galerie-Team freut sich ebenso auf Geschichten zu den Kunstwerken. Ziel sei es, einen Austausch anzustoßen und über Kunst zu reden. Eingeladen sind Menschen jeden Alters, jeder Nationalität und Herkunft. Die Ausstellung entsteht am Samstag begleitet von Musik, kurzen Lesungen und Performances unter Federführung von Janek Müller (Kurator, Theater- und Festivalmacher) und Torsten Blume. Am Sonntag ist die Ausstellung zwischen 12 und 18 Uhr zu besichtigen und wird mit einer musikalischen Finissage feierlich zu Ende gehen. Jede(r) erhält mit Abholung ihres/seines Werks eine kalligraphierte Teilnahmeurkunde mit Namen und Titel des Werkes. Als Kalligraphen konnten Supaksirin Wongsilp und Gerd Haubner gewonnen werden. Nach Abschluss der Mach-mit-Ausstellung beginnt im ACC der Umbau für die nächste große Ausstellung.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Fonds Soziokultur innerhalb des Projektes: „Ich sehe was, was Du nicht siehst – und das ist rot, gelb, blau!“

Heute, Freitag, 12 bis 20 Uhr, ACC Galerie: Abgabe der Kunstwerke; Samstag, 10-18 Uhr, Aufbau der Ausstellung; Sonntag, 12-18 Uhr geöffnet; Abholung der Werke nach der Finissage oder am Montag bzw. nach Absprache unter Telefon (03643 ) 851261

Zu den Kommentaren